Vaskulitis: Entzündung der Blutgefäße

Prof. Dr. med. Wolfgang Grotz
Chefarzt
Klinik für Nephrologie,Endokrinologie, Altersmedizin

und Innere Medizin

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Die Vaskulitis ist eine seltene, aber ernste Autoimmunerkrankung, bei der sich Blutgefäße im Körper entzünden. Wird die Krankheit nicht behandelt, können die Organe des Patienten geschädigt werden. Chefarzt Prof. Dr. med. Wolfgang Grotz informiert über Diagnose und Behandlung.

Die Vaskulitis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Blutgefäße im Körper entzünden. Der Sammelbegriff Vaskulitis beschreibt dabei kein einheitliches Krankheitsbild, sondern eine Gruppe von Erkrankungen. Die Beschwerden der Patienten sind vielfältig, es gibt keine typischen Symptome.Häufig kann daher erst ein Spezialist die Krankheit richtig diagnostizieren und eine entsprechende Therapie einleiten.

Symptome können stark variieren
In der Regel sind die Entzündungszeichen des Betroffenen deutlich erhöht. Weitere Symptome variieren je nach betroffener Gefäßprovinz, weshalb bei der Vaskulitis auch von einer Systemkrankheit gesprochen wird – einer lebensbedrohlichen Störung, bei der der gesamte Organismus in Mitleidenschaft gezogen ist. Mögliche Symptome sind Müdigkeit, Schwäche, Fieber, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen, Erblindung, eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut, Hörminderung, Augenentzündung, Schmerzen in den Gelenken, Bauchschmerzen, Nierenversagen, Herzschwäche, Hautausschlag oder offene Geschwüre an Haut und Schleimhäuten.

Auslöser einer Vaskulitis sind häufig Infektionen, Tumore, Medikamente und Autoimmunerkrankungen, aber auch andere Erkrankungen. Die genauen Ursachen sind momentan noch nicht endgültig geklärt. Es handelt sich jedoch um eine schwere, manchmal sogar tödlich verlaufende Krankheit, weshalb Diagnose und Therapie rasch erfolgen müssen.

Eine erfolgreiche Behandlung ist möglich
Eine Vaskulitis kann heutzutage meist erfolgreich behandelt werden – eine rechtzeitige und richtige Diagnose vorausgesetzt. Mittels einer Cortisoltherapie und der Verabreichung weiterer Supressiva, die das Immunsystem unterdrücken, kann die Entzündung zurückgedrängt werden. Organschädigungen und weitere Symptome können so vermieden werden. Für die Patienten ist damit zumindest vorübergehen ein Krankheits- und auch Cortisolfreies Leben möglich. Eine vollständige Heilung ist derzeit aber noch nicht in Aussicht, weshalb die Krankheit unter Umständen erneut ausbrechen kann.

Weitere Informationen und Beratung zur Vaskulitis erhalten Sie bei der Klinik für Nephrologie, Endokrinologie, Altersmedizin und Innere Medizin.

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