Kontinenz-Operationen: Behandlung von Harninkontinenz am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen

Die Harninkontinenz, das heißt der ungewollte Verlust von Urin, kann verschiedene Ursachen haben. Es bedarf daher immer einer eingehenden urologischen Abklärung, denn verschiedene Arten der Inkontinenz erfordern unterschiedliche Therapieansätze.
Die Klinik für Urologie am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen ist ein zertifiziertes Zentrum zur Abklärung und Therapie der Inkontinenz und der Erkrankungen des Beckenbodens.
Prinzipiell unterscheidet man zwei Arten von Inkontinenz: die Dranginkontinenz und die Belastungsinkontinenz.  Wird bei der ersten Form ein unbeherrschbarer Harndrang gespürt, so ist für die zweite Form das Auftreten von Inkontinenz bei körperlichen Bewegungen, die den Druck im Bauch- und Beckenraum erhöhen, darunter Niesen, Husten oder Tragen von Lasten, typisch. Dranggefühl besteht dabei nicht. Denn der Belastungsinkontinenz liegt nicht eine Störung der Steuerung des Wasserlassens zugrunde, sondern eine Störung des Schließmuskelapparates, der äußeren Schließmuskeln und des Beckenbodens. Diese Form der Inkontinenz betrifft vor allem Frauen. Neben seiner wichtigen Schließmuskelfunktion stützt der Beckenboden die Beckenorgane. Ist er geschwächt, so besteht häufig neben der Belastungsinkontinenz auch eine Senkung von Gebärmutter, Scheide, Blase und Enddarm.
Operation bei Senkung von Beckenorganen die Abklärungen das Vorliegen einer Belastungsinkontinenz, legen Patientin und betreuender Urologe in einem beratenden Gespräch das Therapieverfahren fest. Je nach Schweregrad und Begleitsymptomen kann, zusätzlich zu physiotherapeutischen Ansätzen wie Beckenbodengymnastik, eine Operation erforderlich sein. Neben den so genannten Schlingenverfahren können im Alfried Krupp Krankenhaus auch minimal invasive, roboterassistierte Inkontinenz-Operationen angeboten werden (Sakrokolpopexie und Kolposuspension nach Burch). Dabei wird die Lage der weiblichen Beckenorgane durch Aufhängung wiederhergestellt. Bis vor einiger Zeit erforderte diese Operation einen Bauchschnitt. Heutzutage kann diese auch mittels der Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) ausgeführt werden. Dabei sind lediglich kleine Schnitte in der Bauchwand für die Einführung der Kamera und der Instrumente notwendig. Diese Methode wird auch „minimal invasiv“ genannt. Die modernste Weiterentwicklung dieser Methode stellt die roboterunterstützte beziehungsweise roboterassistierte minimal invasive Operationstechnik dar. Diese Methode beruht auf speziellen Fachkenntnissen und höchst entwickelter Technologie (da Vinci), die nur in wenigen Krankenhäusern angeboten werden kann.

Letzte Änderung: Freitag, 24.02.2017

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Klinik für Urologie und
urologische Onkologie

Alfried Krupp Krankenhaus 
Steele
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45276 Essen


Chefarzt 
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Sekretariat
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