Bluthochdruck: Antworten auf die häufigsten Fragen

Bei unserer Telefonaktion im Rahmen der Herzwoche 2021 haben uns viele Fragen erreicht. Die wichtigsten fassen wir auf unserer Webseite noch einmal zusammen.

Bei welchen Blutdruckwerten muss ich ins Krankenhaus?

Wer in Ruhe einen oberen Blutdruckwert von rund 190 bis 200 mmHg misst und schlecht Luft bekommt, einen Druck oder Schmerzen in der Brust fühlt, krampft oder benommen ist, sollte umgehend über die Notrufnummer 112 einen Notarzt rufen. Solche Werte müssen im Krankenhaus abgeklärt werden.

Warum geht mein Bluthochdruck trotz Medikamenteneinnahme nicht runter?

Wenn sich ein erhöhter Blutdruck trotz adäquater medikamentöser Therapie nicht oder nur unzureichend senken lässt, kann das viele Ursachen haben. Möglicherweise werden die Medikamente nicht richtig eingenommen oder es gibt eine weitere Grunderkrankung, die noch nicht erkannt wurde. Auf jeden Fall abklären lassen.

Abends oder morgens? Wann sollte ein Blutdrucksenker eingenommen werden?

Die meisten Patienten haben einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus: Der Blutdruck steigt mit dem Aufstehen an. Mittags sinkt er, dann steigt der Druck wieder. Im Schlaf fällt er stark ab. Ein Medikament bei als „normal dippern“ bezeichneten Patienten am Morgen reicht aus.
Es gibt aber Patienten, deren Blutdruck tagsüber und nachts zu hoch ist. Diese „inverted dipper“ müssen morgens und abends zum Blutdruckmittel greifen. Die sicherste Methode für eine wirksame Medikamenteneinnahme ist eine 24-Stunden-Messung, auch ambulantes Blutdruck-Monitoring genannt.

Wann sollte man Blutdrucksenker nehmen?

In den vergangenen Jahren konnte in verschiedenen Studien an Bluthochdruckpatienten bestätigt werden, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse sinkt, wenn es gelingt, den Blutdruck nahezu auf Normalwerte einzustellen. Medikamentös behandlungsbedürftig ist ein hoher Blutdruck, wenn er im Tagesdurchschnitt trotz der nichtmedikamentösen Maßnahmen dauerhaft über 140/90 mmHg – in der Praxis gemessen – liegt. Bei einer Messung zu Hause liegt der Grenzwert bei 135/85 mmHg.
Besteht eine chronische Nierenerkrankung, sollte der Blutdruck schon ab Tagesdurchschnittswerten von 130/80 mmHg konsequent medikamentös gesenkt werden. Dies vor allem, wenn die Nieren große Mengen Eiweiß ausscheiden.
Eine Senkung des hohen Blutdrucks ab diesem Wert kann auch schon erforderlich werden, wenn ein hohes Risiko für ein Herz-Kreislauf-Ereignis besteht, etwa wenn zusätzlich eine schwere koronare Herzkrankheit vorliegt.

Kann eine Depression Bluthochdruck auslösen?

Depressionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für kardiovaskuläre Ereignisse. Besonders gefährlich ist das gemeinsame Auftreten von Bluthochdruck und Depressionen.

Kann eine Schilddrüsenfehlfunktion Bluthochdruck auslösen?

Schilddrüsen-Hormone wirken auf das unwillkürliche Nervensystem und direkt auf die Herzmuskelzelle. Beides lässt das Herz schneller schlagen und erhöht das Blutvolumen. Als Folge der erhöhten Kreislaufbelastung bei der Schilddrüsen-Überfunktion steigt vor allem der obere, der systolische Blutdruckwert.

Ist man bei hohem Blutdruck müde?

In einem fortgeschrittenen Stadium von Bluthochdruck, meist nach mehreren Jahren, können allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Nasenbluten und Übelkeit auftreten.


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