Der Medizintipp: Was ist ein Stent?

Prof. Dr. med. Hagen Kälsch
Leitender Oberarzt
Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie, Gastroenterologie und Intensivmedizin

Schematische Darstellung eines Stents. Bild: Blausen.com staff (2014).

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Ein Stent ist ein kleines, längliches Drahtröhrchen, mit dem ein verengtes oder verschlossenes Blutgefäß offen gehalten und ein normaler Blutstrom ermöglicht werden kann. Lebensrettend – zum Beispiel bei einem Herzinfarkt. Wie der Stent funktioniert, wie er in das Blutgefäß gelangt und welche Vorteile die Technik Patienten bietet, weiß Prof. Dr. med. Hagen Kälsch.

„Man kann sich das bildlich vorstellen wie einen Lockenwickler, der mittels Kathetertechnik in die Gefäßwand eingepresst wird und so eine verstopfte Ader wieder freimacht", erklärt der Leitende Oberarzt der Kardiologie.

Bei verengten Herzkranzgefäßen hilft der Stent, Leben zu retten und das Leben mit der koronaren Herzkrankheit möglich zu machen. Kommt es zu einem vollständigen Gefäßverschluss und somit zum Herzinfarkt, wird der Herzmuskel wird nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und stirbt ab. Um dies zu verhindern, können die Engstellen im Herzkatheterlabor – präventiv oder notfallmäßig – mit einem Ballon-Katheter aufgedehnt werden. Die Ablagerungen werden an die Gefäßwand gepresst und dort mit dem Stent stabilisert.

Kommt es zu einem vollständigen Gefäßverschluss und somit zum Herzinfarkt, wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und stirbt ab. Um dies zu verhindern, können die Engstellen im Herzkatheterlabor – präventiv oder notfallmäßig – mit einem Ballon-Katheter aufgedehnt werden. Die Ablagerungen werden an die Gefäßwand gepresst und dort mit dem Stent stabilisiert.

Stent oder Bypass-Operation?

„Indem wir vorher schon Stents einsetzen oder alternativ, wenn eine Bypass-Operation aufgrund von Risiken nicht mehr möglich ist, können wir Patienten durch Kathetertechnik eine Bypass-Operation ersparen," sagt Prof. Dr. med. Hagen Kälsch. Ein klarer Vorteil, denn gegenüber einer Operation am offenen Herzen birgt die minimal invasive Behandlung weniger Risiken und ermöglicht eine schnellere Erholung nach dem Eingriff.

„Und wenn schon ein Bypass vorliegt? Schon vorhandene Bypass-Gefäße können wir unter Umständen selber auch mit Stents wieder eröffnen," so Prof. Hagen Kälsch.

Herzschwäche: Vorsorgen und Symptome erkennen

Wenn Sie den Verdacht haben, dass mit Ihrem Herzen etwas nicht stimmt, zögern Sie nicht, sofort einen Arzt oder eine Notaufnahme aufzusuchen bzw. in akuten Fällen den Notruf 112 zu wählen. Worauf Sie achten müssen, erfahren Sie hier:

Übrigens: Nicht nur in der Kardiologie werden Stents eingesetzt. Auch andere Disziplinen wie die Gefäßchirurgie oder Neuroradiologie nutzen die Gefäßstützen, um verengte Gefäße zu eröffnen und offen zu halten.

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