Der Medizintipp: Tagsüber müde

Wer sich morgens schon müde fühlt, kann nicht gut geschlafen haben. Lässt die Schläfrigkeit auch tagsüber kaum nach, sollten Betroffene der Ursache auf den Grund gehen. Möglich ist dies in einem Schlaflabor. Oberarzt Robin Schlott erklärt, was dort genau gemessen wird.

„Die Messung, die wir machen, ist im Grunde eine ganz genaue Einteilung des Schlafes“, berichtet der zertifizierte Somnologe (DGSM) der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin.

Dabei geht es um die Schlafqualität, also um Tiefschlafphasen, um Traumphasen – und um Atemaussetzer. Diese so genannte Schlafapnoe kann verhindern, dass Betroffene tief und ruhig schlafen – mit fatalen Folgen: Dem Körper fehlt ein wichtiger Teil der nächtlichen Regeneration. Unausgeschlafenheit am Tag ist die unmittelbare Folge, langfristig begünstigt die Schlafapnoe Folgeerkrankungen wie Herzkreislaufprobleme.

Schlafen im Labor?

Neben der Schlafapnoe gibt es zahlreiche weitere Arten der Schlafstörung. An die 100 mögliche Formen und Ursachen sind bekannt. Im Schlaflabor verbringen die Patienten eine Nacht und werden dabei verkabelt: Hirn- und Muskelaktivitäten, Augenbewegungen, Atmung, Schnarchen, Herzfrequenz und der Sauerstoffgehalt im Blut werden gemessen. So kommen Arzt und Patient der Ursache auf die Spur.

Ob man bei all den Kabeln in einem fremden Umfeld überhaupt einschlafen kann? „Man wundert sich – aber in der Regel schlafen die Patienten bei uns gut und schnell ein“, schmunzelt Robin Schlott.

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Zentrum für Schlafmedizin am Alfried Krupp Krankenhaus

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