Der Medizintipp: Kniegelenkersatz - Wann ist es sinnvoll?

Dr. med. Georgios Spyrou
Oberarzt

Sektionsleiter Endoprothetik
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Etwa 40 Millionen Menschen in Deutschland sind von Arthrose betroffen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Neben einer gewissen Veranlagung spielt sicherlich auch eine Rolle, dass das Kniegelenk in Alltag, Sport und Beruf oftmals hohen Belastungen ausgesetzt ist.

Die Zeichen einer beginnenden Kniearthrose machen sich oftmals schon im mittleren Lebensalter bemerkbar. So ist es nicht verwunderlich, dass bei rund der Hälfte aller über 45-Jährigen entsprechende Veränderungen im Röntgenbild erkennbar sind. Frauen sind etwa 4-mal so häufig betroffen wie Männer.
Die Experten im Alfried Krupp Krankenhaus raten jedoch erst zu einem künstlichen Gelenkersatz, wenn anhaltende Schmerzen auftreten, regelmäßig Schmerzmedikamente nötig werden oder die Nachtruhe dauerhaft gestört ist.

Welche Prothese und Operationsmethode sich am besten eignet, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Die Wahl ist abhängig vom Zustand des Knies, vom Körpergewicht und von weiteren individuellen Faktoren. Die gute Nachricht: In den letzten Jahren wurde das Design der Implantate immer weiter optimiert. So ist eine individuelle Anpassung des künstlichen Knies an den Patienten bei maximaler Erhaltung der nicht beschädigten Gelenkanteile möglich geworden.

Das eigentliche Einsetzen des neuen Kniegelenks funktioniert im Alfried Krupp Krankenhaus mittels eines computergestützten Navigationssystems. Dieses gibt dem Arzt während der Operation wichtige Informationen zur millimetergenauen Ausrichtung des Implantates. Die Vorteile sind eine verlängerte Haltbarkeit der Prothese, der Einbau über kleinere Schnitte sowie die Schonung des umliegenden Gewebes.

Bei einem künstlichen Kniegelenk werden auf den Schienbeinkopf und die Oberschenkelrollhügel Metallkomponenten aufgesetzt, die mit einem "Kunststoffmeniskus" dazwischen das neue Gelenk bilden. Alle Prothesensysteme haben sich langjährig bewährt und sind aus hochwertigen Materialien gefertigt.

„Unser Ziel der modernen Endoprothetik ist eine schnelle und vor allem schmerzarme Rückkehr des Patienten in seinen Alltag“, so Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Dr. med. Georgios Spyrou. „Mit einem künstlichen Kniegelenk kann weiterhin ein ganz normales Leben geführt werden. Leichte Sportarten, beispielsweise Radfahren, Wandern, Golfspielen usw. sind ideal. Risikosportarten wie Fußball und Aktivitäten, die mit einer sehr hohen Belastung des Kniegelenkes verbunden sind, sollten jedoch immer mit dem Arzt abgesprochen werden.“

Welche Therapie die richtige ist, entscheidet das Team der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie interdisziplinär und immer gemeinsam mit dem Patienten.

Termine für ein Beratungsgespräch können über die Ambulanz unter Telefon 0201 434-2580 vereinbart werden.

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