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Hirntumoren

Statistisch gesehen erkranken in Deutschland etwas mehr als 7000 Menschen pro Jahr an einem Hirntumor. Hinzu kommen Metastasen anderer Krebsarten, die in das zentrale Nervensystem (ZNS) gestreut haben.

Das Team der Klinik für Neurochirurgie bietet eine spezialisierte Diagnostik und Therapie aller Hirntumorarten wie

  • Meningeome
  • Gliome
  • Hypophysenadenome
  • Akustikusneurinome
  • Metastasen
  • Missbildungen und andere Tumore.


Moderne Verfahren wie Neuronavigation, Endoskopie, Stereotaxie, intraoperative elektrophysiologische Kontrollen, intraoperativer Ultraschall und Fluoreszensmikroskopie erhöhen die operative Sicherheit bei allen Prozessen im Groß- und Kleinhirn, besonders aber im Bereich der Schädelbasis und funktionell relevanter Hirnareale.
Weitere Informationen finden Sie unter Diagnose und Therapie.
 

Basisinformation zu Hirntumoren

Was ist ein Hirntumor?

Primäre Hirntumoren entstehen aus den Zellen des Gehirns. Es gibt gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Hirntumoren und Übergänge zwischen diesen. Zusammen mit Tumoren des Rückenmarks, der Hirnhäute und der Nerven spricht man auch von Tumoren des zentralen Nervensystems. Sie können unterteilt werden in 

  • hirneigene neuroepitheliale Tumoren, z.B. diffuse Gliome wie Astrozytome, Oligodendrogliome, Glioblastome
  • neuronale oder neurogliale Tumoren wie Gangliogliome, Ependymome
  • Hirnhauttumoren wie Meningeome
  • Hirnnerventumoren wie Vestibularisschwannome, Lymphome
  • Tumoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse).

Die häufigsten Primärtumoren, die das Gehirn betreffen, sind Meningeome, Glioblastome und Hypophysentumoren.

Metastasen im Gehirn werden nicht zu den Hirntumoren gezählt. Ihr Ursprung ist ein Tumor in einem anderen Organsystem. Etwa acht Prozent aller Krebspatienten leiden unter solchen Absiedelungen, die auch als Hirnmetastasen oder sekundäre Hirntumoren bezeichnet werden.

Welche Symptome verursacht ein Hirntumor?

Die Symptome eines Hirntumors können sehr vielfältig sein – zunächst unscheinbar, dann zunehmend auffällig. Mögliche Begleiterscheinungen sind

  • Kopfschmerzen
  • Wesensveränderungen, die Angehörigen auffallen
  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Krampfanfälle
  • Lähmungserscheinungen

Die Symptome sind abhängig von der Lage und der entsprechenden Funktion der angrenzenden Hirnregionen. Sie können Folge eines Einwachsens des Tumors in das Hirngewebe sein, eines Druckaufbaus oder der Einengung benachbarter Strukturen, einer begleitenden Entzündungsreaktion oder der Schwellung des umgebenden Gewebes und eines insgesamt erhöhten Hirndruckes.

Ursachen
Leider sind die Ursachen von Hirntumoren bislang weitgehend unklar und die Symptome eines Hirntumors eher unspezifisch. Sie können ebenfalls Begleiterscheinung anderer Erkrankungen wie z.B. Schlaganfällen sein. Grundsätzlich sollten Sie Symptome wie neurologische Ausfallerscheinungen immer ernst nehmen und ärztlich abklären lassen.

Diagnose und Sprechstunde

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf einen Hirntumor, wird ihr behandelnder Arzt weitere Untersuchungen veranlassen. In der Regel lässt sich ein Hirntumor mittels einer Magentresonanztomografie (MRT) sicher darstellen. In bestimmten Fällen kann auch eine Computertomografie (CT) angefertigt werden.

Nach Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Hirntumoren in vier Grade eingeteilt und entsprechend behandelt. Je höher der Grad, desto invasiver und schneller ist das Wachstum des Tumors.

Grad I: gutartig, langsames Wachstum

Grad II: gutartig mit erhöhter Neigung zur Wiederkehr, Übergang in bösartigen Tumor möglich

Grad III: bösartig

Grad IV: bösartig mit schnellem Wachstum

Tumorsprechstunde
Sie haben den Verdacht auf einen Hirntumor und es wurden bereits MRT- oder CT-Bilder von Ihrem Kopf gemacht? Dann stellen Sie sich in unserer Sprechstunde vor.

Gemeinsam besprechen wir Ihre Bilder und entscheiden, ob weitere Bilder oder Untersuchungen (z.B. Hirnwasseruntersuchung) notwendig sind. Gern können Sie auch einen Angehörigen mit in die Sprechstunde bringen.

Wenn Sie bereits einen Befund haben und sich eine zweite Meinung wünschen, nutzen Sie gern unser Formular „Zweitmeinung".

Moderne Tumortherapie

Manchmal ist eine sofortige Behandlung nicht notwendig und als Erstbefund, der häufig ein Zufallsbefund sein kann, nur weiter in regelmäßigen Bildkontrollen zu beobachten.

Sollte eine Behandlung notwendig sein, erfolgt diese interdisziplinär.

Operation
Zunächst wird eine Operation geplant – entweder zur kompletten oder teilweisen Entfernung (Resektion) des Tumors oder nur zur Diagnosesicherung per Gewebeprobe (Biopsie). Manche Tumoren sind nicht operabel, sodass nur eine Probenentnahme durchgeführt wird.

Um die bestmöglichen Ergebnisse nach aktuellem Stand der Wissenschaft zu ermöglichen, werden vor der Operation moderne anatomisch einordnende Techniken genutzt, zum Beispiel ein funktionelles MRT zur Darstellung der betroffenen Hirnareale.

Für eine saubere Tumorresektion nutzt die Klinik für Neurochirurgie während des Eingriffs Navigationstechniken, Ultraschall und Fluoreszenzmikroskope. Bei der Fluoreszenztechnik werden die mit bloßem Auge schwer erkennbaren Tumorränder durch Zugabe von 5-Aminolävulinsäure (5-ALA) unter Blaulicht sichtbar und können so vom Operateur sicher entfernt werden.
Um gesundes Nervengewebe im hochsensiblen Operationsgebiet zu schonen, arbeitet die Klinik zudem unter ständigem intraoperativen Monitoring.

Onkologische Behandlung
Das während der Operation entnommene Tumorgewebe wird im Labor molekularpathologisch analysiert, um Erkenntnisse für das weitere Vorgehen zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern der Klinik (z.B. Neuroonkologie Tübingen) kann auch eine erweiterte molekulargenetische Untersuchung vorgenommen werden.

Je nach Ergebnis der Gewebeanalyse wird im interdisziplinären neuroonkologischen Tumorboard für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erstellt. In der Regel schließt dies – je nach Stadium – eine Bestrahlung, eine Chemotherapie oder beide Therapieformen mit ein. Manchmal erfolgt auch nur eine Verlaufskontrolle. Eine Teilnahme an klinischen Studien ist ebenfalls möglich. Zur Therapie von Glioblastomen kann auch eine elektromagnetische Wechselfeldtherapie (TTFields) eingesetzt werden.

Anschlusstherapie

Während und nach der Therapie in unserer Klinik stehen Sie im Mittelpunkt und wir bieten Ihnen viele Hilfsangebote. So ist die Psychoonkologie fester Bestandteil der Behandlung in unserem Krankenhaus. Logopädie und Ergotherapie beginnen Sie bereits bei uns im Haus und unser Sozialdienst kümmert sich um eine reibungslose Anschlussheilbehandlung. Diese können Sie auf Wunsch auch ambulant im neurologischen Rehabilitationszentrum des Alfried Krupp Krankenhaus wahrnehmen.

Kontakt

Neurochirurgische Ambulanz

Ärztehaus am Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 20
45131 Essen

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Anika Strauchmann
Telefon 0201 434-2622
Wenn Sie einmal nicht sofort durchkommen, schreiben Sie uns gern eine E-Mail an
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Klinik für Neurochirurgie
Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

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Telefon 0201 434-2537
Telefax 0201 434-2378
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