Bauchschlagaderaneurysma: Eine tickende Zeitbome?

Dr. med. Thomas Nowak
Chefarzt
Klinik für Gefäßmedizin

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Reißt die Bauchschlagader (Bauchaortenaneuyrysma) ein, muss schnell gehandelt werden. Chefarzt Dr. med. Thomas Nowak informiert.

Ein Aneurysma ist die krankhafte Aussackung einer Schlagader. Am häufigsten tritt es im Bauchraum (Bauchaortenaneurysma) auf. Reißt ein Aneurysma ein, kann jedoch eine lebensgefährliche innere Blutung entstehen. 

Beschwerden
Meistens macht das Bauchaortenaneurysma keine Beschwerden und wird zufällig durch eine Routineultraschalluntersuchung beim Hausarzt entdeckt. Selten ist das Aneurysma Ursache von Rücken- und diffusen Bauchschmerzen. Da ein beschwerdefreies Bauchaortenaneurysma allmählich wächst und sogar plötzlich ohne wesentliche Warnzeichen reißen kann, sollte man dennoch ab einem Lebensalter von etwa 65 Jahren regelmäßig eine Ultraschalluntersuchung des Bauches vornehmen lassen. 


Insbesondere bei folgenden Patienten sollte diese Untersuchung erfolgen:

  • Bei vorhandenen Risikofaktoren für ein Bauchaortenaneurysma
  • Pulsierende, tastbare Schwellung auf Höhe des Bauchnabels
  • Bekannte Erweiterungen oder Aneurysmen, der Leisten und Kniegelenksschlagadern
  • Bei bekannten Aneurysmen in der Verwandtschaft
  • Bei Auftreten von klinischen Symptomen wie starken Bauch- oder auch Rückenschmerzen 
       

Diagnostik
Zur genauen Beurteilung des Aneurysmas und zur Therapieplanung werden moderne bildgebende Verfahren wie Duplexsonographie, Computertomographie und Angiographie eingesetzt. Hierbei kann die Größe, die Form und der örtliche Bezug zu den benachbarten Blutgefäßen exakt dargestellt werden.  

Behandlungsmöglichkeiten 
Je größer ein Aneurysma wird, desto mehr Druck lastet auf der betroffenen Gefäßwand. Hält sie dem nicht mehr Stand, kann sie einreißen und eine lebensgefährliche Blutung hervorrufen. Deshalb raten wir dazu, ein Aneurysma ab einer bestimmten Größe (circa fünf Zentimeter) durch eine Operation zu entfernen. Bei dieser Operation wird der ausgeweitete Teil des Gefäßes aufgeschnitten beziehungsweise entfernt und durch eine rohr- oder Y-förmige Kunstoffprothese ersetzt. Als Alternative zur Operation kommt in manchen Fällen das Einsetzen einer endovaskulären Stentprothese.  

Vorsorge
Bei kleineren Aneurysmen, die keine Beschwerden verursachen, ist es das Ziel der Behandlung, dass sich die Gefäßerweiterung nicht vergrößert oder einreißt. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes sollten nach Möglichkeit behandelt werden. Wer raucht, sollte unbedingt versuchen, damit aufzuhören.

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