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Behandlungsspektrum der Abteilung für Elektrophysiologie

Abteilung für Elektrophysiologie

Sekretariat 
Jessica Cipria
Telefon 0201 434-4550
Telefax 0201 434-4559
elektrophysiologie@krupp-krankenhaus.de

Das Alfried Krupp Krankenhaus ist mit über 500 Rhythmuseingriffen pro Jahr ein sehr erfahrenes Ablationszentrum und bietet Patienten ein breites Spektrum invasiver und nicht-invasiver Diagnostik und Therapie. 

Leistungsspektrum

  • 12-Kanal-EKG
  • Belastungs-EKG
  • EKG-Beurteilung unter medikamentöser Provokation
  • Langzeit-EKG ( bis zu sieben Tage in Folge)
  • Implantation von sogenannten „ Ereignisrecordern“ zur Aufzeichnung von Herzrhythmusstörungen oder Abklärung unklarer Bewusstlosigkeit
  • Kipptischuntersuchungen (Abklärung von Bewusstlosigkeit und Synkopen)
  • Erstellen individueller Behandlungsstrategien für die Therapie verschiedener Herzrhythmusstörungen
  • Transthorakale Echokardiographie (Herzultraschall)
  • Transösophageale Echokardiographie (Schluckultraschall)
  • Kardio–CT, Kardio MRT
  • Elektrophysiologische Diagnostik (EPU) und Katheterablation
  • Verschluß des Vorhofohrs (LAA-Occluder)
  • Labordiagnostik bei vererbbaren Herzrhythmusstörungen (LQTS, Brugada-Syndrom und andere)
  • Implantation, Abfrage und Kontrolle und telemedizinische Nachsorge von Schrittmachern, Defibrillatoren und CRT-Systemen aller Hersteller

Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)

Die Elektrophysiologische Untersuchung besteht aus einer direkten Aufnahme und Messung von elektrischen Signalen und die Abgabe elektrischer Stimulationsimpulse im Herzen. Dies dient der Klärung des Mechanismus und der Wertigkeit von Herzrhythmusstörungen als Voraussetzung einer sinnvollen Behandlung, zum Beispiel durch Medikamente, eine Katheterablation oder die Implantation eines Schrittmachers, Defibrillators (ICD) oder eines biventrikulären Systems (CRT). Im Vordergrund stehen die tachykarden Herzrhythmusstörungen wie Herzrasen und Herzstolpern. Aber auch Schwindel und Bewusstlosigkeiten können durch Herzrhythmusstörungen verursacht werden und durch eine elektrophysiologische Untersuchung abgeklärt werden.

Zur dauerhaften Beseitigung von Herzrhythmusstörungen kann bei entsprechender Indikation direkt im Anschluss an die Elektrophysiologische Untersuchung eine Katheterablation durchgeführt werden.

Katheterablation

Das Ziel einer Katheterablation ist die dauerhafte Beseitigung von Herzrhythmusstörungen durch eine gezielte Verödung des hierfür verantwortlichen Herzmuskelgewebes. Sie wird meistens direkt im Anschluss an eine Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) durchgeführt, wenn hierbei eine Herzrhythmusstörung nachweisbar ist, die mit Hilfe dieser Methode behandelt werden kann.

Durch die Anwendung von Hochfrequenzstrom (Frequenz 500 kHz, Leistung 10 bis 100 Watt, Dauer der Anwendung 30 bis 120 Sekunden) kommt es zur Erwärmung des Herzmuskelgewebes auf circa 55 bis 65 Grad Celsius, wodurch eine Verödung mit anschließender Bildung einer kleinen Narbe (circa 2 bis 3 Milimeter Durchmesser) erzielt wird.

Vorhofohr-Verschluss

Patienten mit Herzrhythmusstörungen müssen häufig blutverdünnende Medikamente einnehmen, um Schlaganfällen durch Blutgerinnsel vorzubeugen. Wenn die Blutverdünnung jedoch nicht gut vertragen wird, kann die Implantation eines Vorhofohrverschlusses mittels LAA-Occluder eine gute Alternative darstellen. Das kleine Implantat erinnert optisch an einen aufgespannten Schirm, der das Vorhofohr abdeckt.

Besser geschützt mit Schirm

Bei einem unbehandelten Vorhofflimmern können im Herzen Blutgerinnsel entstehen, die einen Schlaganfall auslösen könnten. Prof. Dr. med. Nico Reinsch erklärt, wie dies verhindert werden kann.

Kardiale Devices

Alle gängigen Formen von aktiven Rhythmusimplantaten werden am Alfried Krupp Krankenhaus in hoher Zahl implantiert. Dies betrifft sowohl Geräte zur Behandlung bradykarder Herzrhythmusstörungen (Herzschrittmacher) als auch tachykarder Herzrhythmusstörungen (Defibrillatoren, ICD) und Geräte zur Optimierung der Therapie einer Herzinsuffizienz (CRT).

Das als Hybridraum nutzbare Herzkatheterlabor im Alfried Krupp Krankenhaus ermöglicht steriles Arbeiten unter OP-Bedingungen (Hygienestandards, Abluft, Schleuse etc.). Alle invasiv elektrophysiologisch tätigen Ärzte führen auch Geräteimplantationen durch und sind durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie DGK für die Implantation aktiver Rhythmusimplantate zertifiziert. Die Abteilung ist zudem als deutsches Ausbildungszentrum für Elektrophysiologie anerkannt (Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie DGK). Aufgrund der großen Expertise in beiden Teilbereichen der Elektrophysiologie kann eine für den Patienten optimale Therapiestrategie gefunden werden.

Durch eine angegliederte Ambulanz innerhalb des MVZ am Alfried Krupp Krankenhaus ist eine Nachsorge der implantierten Patienten auch langfristig möglich. Dies betrifft sowohl die Mitbeurteilung komplexer Fragestellungen als auch Gerätefehlfunktionen. Die Fernabfrage aller implantierten Geräte ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung und somit frühzeitige Erkennung etwaiger Fehlfunktionen oder aber Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Patienten.

Im Falle notwendiger Sondenextraktionen u.a. bei Infektion eines implantierten Gerätes besteht eine langjährige Kooperation mit der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Essen.

Implantation von Herzschrittmachern

Herzschrittmacher werden zur Behandlung bradykarder (langsamer) Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Wir implantieren in unserer Klinik nur Hochleistungsgeräte, die aktuelle Standards wie MRT-Tauglichkeit, Fernabfrage und Long-Life-Batterien erfüllen. Durch umfassende kardiologische Vor- und Nachsorge im angeschlossenen MVZ kann für jeden Patienten individuell und gemäß aktueller Leitlinien das optimale Gerät ausgewählt werden. Unsere langjährige Erfahrung und kontinuierliich hohe Operationszahlen ermöglichen eine hohe Versorgungsqalität.

Wie ein Herzschrittmacher funktioniert und wie er implantiert wird, erfahren Sie in unserem YouTube-Video mit Priv.-Doz. Dr. med. Nico Reinsch.

Implantation eines Defibrillators (ICD)

Ein implantierbarer Defibrillator (ICD) ist ein schrittmacherähnliches Gerät der zusätzlich zu seinen Funktionen als Schrittmacher zur automatischen Behandlung von bösartigen, das heißt lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen in der Lage ist. Ziel ist die Verhinderung des plötzlichen Herztodes durch Erkennung und Behandlung dieser Rhythmusstörungen. Am Alfried Krupp Krankenhaus werden sowohl transvenöse (ICD, über eine Vene ins Herz vorgebracht) als auch subkutane Geräte (S-ICD, unter der Haut platziert) implantiert. Dies ermöglicht die ideale Implantationsstrategie bei allen Patienten unter Berücksichtigung des Alters und möglicher Begleiterkrankungen. Auch hier werden ausschließlich die neuesten Geräte im hochmodernen Hybrid-OP mit Fluoroskopietechnik strahlenarm implantiert.

Implantation von biventrikulären Systemen (CRT Systeme)

Patienten mit schwerer Leistungsschwäche des Herzmuskels (Herzinsuffizienz) können von der Implantation eines CRT-Systems profitieren (Kardiale Resynchronisationstherapie). CRT bewirkt eine Wiederherstellung der natürlichen Herzerregung durch die zeitoptimierte, koordinierte Abgabe von Elektroimpulsen an unterschiedlichen Stellen des Herzens. In Zusammenarbeit mit der Heart-Failure Unit (HFU) am Alfried Krupp Krankenhaus kann für geeignete Patienten eine Implantation im Bedarfsfall unmittelbar oder langfristig leitlinienkonform erfolgen. Die Verzahnung der Fachbereiche Herzinsuffizienz und Geräteimplantation ermöglicht eine optimierte Therapie von Herzschwächepatienten. Die Implantationszahlen am Alfried Krupp Krankenhaus ermöglichen eine Versorgungsqualität.

Kontakt

Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie, Nephrologie, Altersmedizin und Intensivmedizin

Abteilung für Elektrophysiologie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

Anfahrt

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