Der Medizintipp: Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

Treten an Hand oder Fuß Symptome wie starke Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkung und Störungen der Körperwahrnehmung ohne erkennbare Ursache auf, könnte es sich um eine chronische Schmerzerkrankung handeln. Wie ein CRPS behandelt werden kann, weiß Richarda Rademacher, Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

„Ein CRPS tritt in Folge einer Schädigung an körperfernen Abschnitten auf, also zum Beispiel an Armen oder Beinen“, erklärt die ausgebildete Schmerztherapeutin. „Oft nach Knochenbrüchen, Operationen oder Prellungen, gehäuft zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr.“

Das Problem: Während jedes Trauma im Körper Entzündungsreaktionen auslöst, treten diese beim CRPS oft stärker auf und klingen auch nach mehreren Wochen nicht ab oder kehren regelmäßig wieder.

Das Andauern der Symptome kann ein Hinweis auf ein CRPS sein, jedoch gibt es eine Vielzahl anderer Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen die die Diagnose erschweren. Eine gründliche Abklärung der Symptome ist deshalb unerlässlich. Lassen sich diese nicht durch eine andere Ursache erklären, kann die Diagnose CRPS gestellt werden.

Die Ursachen des komplexen regionalen Schmerzsyndroms sind bis heute unklar. Die Behandlung zielt deshalb auf die Symptome der Erkrankung. Wichtige Bestandteile sind die Physiotherapie und Ergotherapie, die darauf abzielen, betroffene Gliedmaßen in Bewegung zu halten, Schonhaltungen zu vermeiden und dem Patienten ein möglichst uneingeschränktes Leben zu ermöglichen. Begleitend können medikamentöse Therapien hilfreich sein. Im Rahmen eines multimodalen Ansatzes spielen bei Schmerzen ohne erkennbare Ursache zudem psychologische Aspekte eine wichtige Rolle. Je eher mit der Therapie begonnen wird, desto besser sind die Behandlungsergebnisse.

Im Alfried Krupp Krankenhaus wird das CRPS seit vielen Jahren mit einem multimodalen Therapiekonzept behandelt. Weitere Informationen erhalten Patienten in der Schmerzsprechstunde.

Schmerztherapie am Alfried Krupp Krankenhaus

Informationen der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

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