Hinweis Anfahrt Zentrale Notfall Notfall Menü Kontakt Suche Sprache Schließen Pfeil mehr PDF öffnen/schließen Herunterladen Herunterladen Plus Minus Teilen E-Mail Facebook Twitter YouTube WhatsApp Instagram Kalender Abspielen Pausieren Lautstärke Vollbild nach unten Warnung Hochladen Info Allgemein- und Viszeralchirurgie Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin

Operative Therapie bei Adipositas

Am Adipositaszentrum Essen im Alfried Krupp Krankenhaus werden alle gängigen adipositaschirurgischen Operationen durchgeführt. So kann das für den einzelnen Patienten beste Operationsverfahren zum Einsatz kommen.

In der Regel erfolgen diese Eingriffe minimal invasiv laparoskopisch über eine Bauchspiegelung ("Schlüssellochtechnik"). Magenbypass-Operationen als Erstoperation oder Revisionsoperation können im Adipositaszentrum roboterassistiert mit dem da Vinci-Operationssystem erfolgen.

Das Adipositaszentrum Essen ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie DGAV als Referenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie zertifiziert.

Wie kann eine Operation bei Adipositas helfen?

Voraussetzungen für eine Adipositasoperation

Entsprechend der aktuell gültigen Behandlungs- und Begutachtungsleitfäden kann eine adipositaschirurgische Operation unter den folgenden Gesichtspunkten sinnvoll sein:

  • BMI > 40 kg/m² nach erfolgloser konservativer Behandlung
  • BMI ≥ 35 kg/m² mit einer oder mehrerer schwerwiegender adipositas-assoziierter Begleiterkrankungen nach erfolgloser konservativer Behandlung

Falls diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind, erfolgt zunächst eine konservative Behandlung im Rahmen eines sogenannten multimodalen Konzepts. Hierunter versteht man eine Behandlung, die aus den Bausteinen Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie besteht. Darüber hinaus wird von den Krankenkassen der Besuch einer Selbsthilfegruppe erwartet. Die Therapie muss über eine Mindestdauer von sechs Monaten erfolgen. Entsprechende Therapeuten können Ihnen von uns vermittelt werden. Nach Abschluss des multimodalen Therapiekonzeptes kann ggf. eine operative Maßnahme geplant werden. Unter Umständen ist dafür zunächst eine Beantragung bei der entsprechenden Krankenkasse notwendig.

Besonderheit bei Patienten mit einem BMI >60 kg/m²

Der MDK-Begutachtungsleitfaden sieht eine Ausnahmeregelung bei einem BMI ≥ 60 kg/m² vor. Hier heißt es, dass „bei Vorliegen eines BMI ≥ 60 kg/m² nach der aktuell verfügbaren Literatur eine relevante Gewichtsbeeinflussung unter multimodaler Therapie nicht zu erwarten ist. Es ist in dieser Konstellation nur sicherzustellen, dass keine Kontraindikation oder keine vorrangig zu behandelnden Grunderkrankungen vorliegen und dass eine ernährungsmedizinische Betreuung als Vorbereitung auf die postoperative Phase stattgefunden hat". (Quelle: MDK-Begutachtungsleitfaden)

Dies bedeutet in der Praxis: Nachweis einer Ernährungsumstellung (circa drei Monate) sowie eine psychologische Evaluation.

Wenn Sie Fragen zu den Voraussetzungen einer operativen Adipositastherapie haben, vereinbaren Sie mit uns gern einen Sprechstundentermin.

Magenballon

Endoskopische Verfahren wie der Magenballon kommen in der Adipositastherapie mit unterschiedlichen Therapiezielen zum Einsatz. Ein Beispiel ist die Überbrückung zur Vorbereitung einer adipositaschirurgischen Operation bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko (zum Beispiel ein BMI >60). Hierzu wird ein Ballon über eine Gastroskopie in den Magen eingebracht und mit Flüssigkeit gefüllt. Der Ballon reduziert vorübergehend das Magenvolumen und unterstützt durch schnelleres Sättigungsgefühl die Gewichtsabnahme. Er kann bei Bedarf bzw. bei Erreichen des Therapieziels jederzeit wieder entfernt werden.

Endoskopischen Verfahren wie den Magenballon führen wir am Adipositaszentrum Essen in enger Kooperation mit der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin durch. 

Roux-Y-Magenbypass

Der Roux-Y-Magenbypass kombiniert die Einschränkung der Nahrungszufuhr (Restriktion) mit der Einschränkung der Nährstoffaufnahme (Malabsorption). Dabei wird aus dem Magen wenige Zentimeter unterhalb des Mageneingangs ein kleiner Vormagen gebildet (15-ml-Pouch). Der Dünndarm wird durch zwei Nähte (Anastomosen) so umgeleitet, dass Nahrung und Verdauungssäfte erst im mittleren Dünndarm vermengt werden. Es bleibt somit ein etwa 250-400 Zentimeter messender Dünndarmanteil, in dem die Verdauung ungestört stattfinden kann.

Der wichtigste Vorteil im Vergleich zu den nur die Nahrungszufuhr einschränkenden (restriktiven) Verfahren ist die bessere Gewichtsabnahme. Darüber hinaus zeigt sich eine rasche Verbesserung der Begleiterkrankungen (z.B. Diabetes mellitus Typ 2). Nachteilig sind Spätkomplikationen wie Dumping oder Anastomosenstenose. Auch müssen Vitamine und Spurenelemente lebenslang zugeführt werden, um möglichen Vitamin-/Spurenelementmangelzuständen vorzubeugen.

Schlauchmagen (Sleeve)

Bei der Schlauchmagenbildung wird der Großteil des Magens, beginnend etwa fünf Zentimeter oberhalb des Magenpförtners (Pylorus), bis zum Übergang des Magens in die Speiseröhre entfernt. In der Regel wird der Magen so um etwa 90 Prozent verkleinert. Dies führt nicht nur zu deutlich kleineren Essmengen, sondern beinflusst auch nachhaltig das Hunger und Sättigungsgefühl der Patienten.

Neue Untersuchungen zeigen, dass die Schlauchmagenbildung und der Magenbypass hinsichtlich der Gewichtsabnahme und der Effekte auf die adipositas-assoziierten Krankenheiten vergleichbar sind.

Der Vorteil der Schlauchmagenbildung liegt in der kürzeren Dauer der Operation, was insbesondere im Hinblick auf das perioperative Risiko bei besonders starkem Übergewicht („super-obese“, BMI > 50) relevant sein kann.

Revisionsoperationen

Adipositaschirurgische Revisions- oder Redo-Eingriffe gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die häufigsten Gründe für Revisions-Operationen sind nicht die postoperativen Komplikationen, sondern die Fälle, in denen Patienten trotz operativer Adipositastherapie eine erneute Gewichtzunahme beziehungsweise einen unzureichenden Gewichtsverlust erleben.

Hierfür können verschiedene Gründe gefunden werden. Die Adipositaschirurgie ist eine junge Disziplin und die operativen Therapiekonzepte entwickeln sich stetig weiter. Veraltete Operationen wie der jejunoileale Bypass, nicht einstellbare Magenbänder und vertikale Gastroplastiken sind heute durch den Roux-Y-Magenbypass oder den Schlauchmagen ersetzt worden.

Als zertifiziertes Adipositaszentrum verfügen wir über eine große Erfahrung in der Revisionschirurgie. In vielen Fällen kann dazu das robotische Operationssystem da Vinci 5 genutzt werden.

Postbariatrische Chirurgie

Der Begriff postbariatrische Wiederherstellungschirurgie (Synonym: postbariatrische plastische Chirurgie) bezeichnet operative Maßnahmen zur Wiederherstellung und funktionellen Rekonstruktion der Körpersilhouette nach massiver Gewichtsreduktion. Diese Operationen können bei nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet werden.

Unser Kooperationspartner, die Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, verfügt über sehr viel Erfahrung und Expertise bei Straffungsoperationen nach starkem Gewichtsverlust.

Nachsorge

Nach der bariatrischen Operation endet die Adipositastherapie nicht. Nun ist eine schnelle Gewichtsreduktion möglich, doch es gilt auch, das erreichte Therapieziel zu verfestigen, neue Ernährungsgewohnheiten beizubehalten und ggf. erforderliche Nahrungsergänzungsmittel richtig einzunehmen. Im Nachsorgeseminar des Adipositaszentrums Essen erhalten Patienten umfassende Informationen zu Gewichtsverlust, Vitamineinnahme oder Unverträglichkeiten. Auch Hautstraffungen sind regelmäßig Thema des Seminares.

Anmeldung zum Nachsorgeseminar

Kontakt

Adipositaszentrum

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

Notfall-Nummer: 0201 805-0

Anfahrt

Koordinatorin
Lynik Schüren
Fachkoordination für Adipositas- und metabolische Chirurgie

Telefon 0201 805-2604
Telefax 0201 805-2628

lynik.schueren@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung

Kontakt

Adipositaszentrum

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

Notfall-Nummer: 0201 805-0

Anfahrt

Sekretariat
Stefanie Hofmann

Telefon 0201 805-2604
Telefax 0201 805-2628

stefanie.hofmann@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung