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Operative Adipositastherapie

Am Adipositaszentrum Essen im Alfried Krupp Krankenhaus werden alle gängigen adipositaschirurgischen Operationen durchgeführt. So kann das für den einzelnen Patienten beste Operationsverfahren zum Einsatz kommen.

In der Regel erfolgen diese Eingriffe minimal invasiv laparoskopisch (über eine Bauchspiegelung, "Schlüssellochtechnik").

Roux-Y-Magenbypass

Der Roux-Y-Magenbypass kombiniert die Einschränkung der Nahrungszufuhr (Restriktion) mit der Einschränkung der Nährstoffaufnahme (Malabsorption). Dabei wird aus dem Magen wenige Zentimeter unterhalb des Mageneingangs ein kleiner Vormagen gebildet (15-ml-Pouch). Der Dünndarm wird durch zwei Nähte (Anastomosen) so umgeleitet, dass Nahrung und Verdauungssäfte erst im mittleren Dünndarm vermengt werden. Es bleibt somit ein etwa 250-400 Zentimeter messender Dünndarmanteil, in dem die Verdauung ungestört stattfinden kann.

Der wichtigste Vorteil im Vergleich zu den nur die Nahrungszufuhr einschränkenden (restriktiven) Verfahren ist die bessere Gewichtsabnahme. Darüber hinaus zeigt sich eine rasche Verbesserung der Begleiterkrankungen (z.B. Diabetes mellitus Typ 2). Nachteilig sind Spätkomplikationen wie Dumping oder Anastomosenstenose. Auch müssen Vitamine und Spurenelemente lebenslang zugeführt werden, um möglichen Vitamin-/Spurenelementmangelzuständen vorzubeugen.

 

 

Schlauchmagen (Sleeve)

Bei der Schlauchmagenbildung wird der Großteil des Magens, beginnend etwa fünf Zentimeter oberhalb des Magenpförtners (Pylorus), bis zum Übergang des Magens in die Speiseröhre entfernt. In der Regel wird der Magen so um etwa 90 Prozent verkleinert. Dies führt nicht nur zu deutlich kleineren Essmengen, sondern beinflusst auch nachhaltig das Hunger und Sättigungsgefühl der Patienten.

Neue Untersuchungen zeigen, dass die Schlauchmagenbildung und der Magenbypass hinsichtlich der Gewichtsabnahme und der Effekte auf die adipositas-assoziierten Krankenheiten vergleichbar sind.

Der Vorteil der Schlauchmagenbildung liegt in der kürzeren Dauer der Operation, was insbesondere im Hinblick auf das perioperative Risiko, der sogenannten „super-obese“ (BMI > 50), relevant sein kann.

Magenband

Das laparoskopische verstellbare Magenband-Verfahren (Laparoscopic adjustable gastric banding/ LAGP) schränkt nur die Nahrungszufuhr ein. Ein verstellbares Magenband wird um den oberen Teil des Magen gelegt, so dass eine kleine obere Magentasche (Magenpouch) entsteht. Der Patient ist so schneller und länger satt.

Das Magenband ist über einen Schlauch mit einer Portkammer verbunden, die unter der Haut implantiert wird. Über den Port kann das Band enger oder weiter eingestellt und somit das Füllvolumen variiert werden (idealerweise zwischen 15 – 20 Milliliter). Die Nahrung sammelt sich in der Magentasche und wird nur langsam in den unteren Magenbereich weitergeleitet. Die Folge ist ein schneller eintretendes und länger anhaltendes Sättigungsgefühl beim Patienten.

Grundsätzlich kann ein laparoskopisch verstellbares Magenband wieder entfernt werden und ist somit im Gegensatz zu den anderen gängigen Verfahren reversibel.

Auch eignet sich das laparoskopisch verstellbare Magenband nicht für Patienten mit Essstörungen wie „sweet-“ und „binge-eating“. Darüber hinaus zeigen sich beim laparoskopisch verstellbaren Magenband deutlich schlechtere Langzeitergebnisse im Vergleich zu kombinierten restriktiv-malabsorptiven Verfahren wie dem Magenbypass oder auch dem Schlauchmagen.

Revisionsoperationen

Adipositaschirurgische Revisions- oder Redo-Eingriffe gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die häufigsten Gründe für Revisions-Operationen sind nicht die postoperativen Komplikationen, sondern sogenannte Therapieversager, die eine erneute Gewichtzunahme beziehungsweise einen unzureichenden Gewichtsverlust erleben.

Hierfür können verschiedene Gründe gefunden werden. Die Adipositaschirurgie ist eine junge Disziplin und die operativen Therapiekonzepte entwickeln sich stetig weiter. Veraltete Operationen wie der jejunoileale Bypass, nicht einstellbare Magenbänder und vertikale Gastroplastiken sind heute durch den Roux-Y-Magenbypass oder den Schlauchmagen ersetzt worden.

Als zertifiziertes Adipositaszentrum verfügen wir über eine große Erfahrung in der Revisionschirurgie.

Postbariatrische Chirurgie

Der Begriff postbariatrische Wiederherstellungschirurgie (Synonym: postbariatrische plastische Chirurgie) bezeichnet operative Maßnahmen zur Wiederherstellung und funktionellen Rekonstruktion der Körpersilhouette nach massiver Gewichtsreduktion. 

Unser Kooperationspartner, die Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Steele, verfügt über sehr viel Erfahrung und Expertise in der Wiederherstellungschirurgie nach einer Adipositastherapie.

Voraussetzungen für eine Adipositasoperation

Bleibt die konservative Behandlung der Adipositas im Rahmen des multimodalen Konzepts erfolglos, kann eine Adipositasoperation sinnvoll sein. Hier erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen und die Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

Kontakt

Adipositaszentrum

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

Notfall-Nummer: 0201 805-0

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Koordinatorin
Lynik Schüren

Telefon 0201 805-2604
Telefax 0201 805-2628

lynik.schueren@krupp-krankenhaus.de

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