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Therapien zur Behandlung des Brustkrebs

Die Brustkrebsbehandlung beginnt in vielen Fällen mit der vollständigen Entfernung des Tumorgewebes. Prof. Dr. med. Regine Gätje verfügt über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Brustchirurgie und ist nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft als Senior-Mammaoperateurin anerkannt.

Je nach Lage und Beschaffenheit des Tumors schließt die Behandlung eine Strahlentherapie, Chemotherapie oder Antihormontherapie mit ein. 

Jede Behandlung wird auf Ihre individuelle Situation hin angepasst und alle Therapieschritte werden gemeinsam mit Ihnen besprochen und festgelegt. 

Operative Therapie der Brust

Unter dem Motto „Die Sicherheit geht zunächst vor der Schönheit, diese sollte jedoch nicht vergessen werden“ planen und behandeln wir Ihre Erkrankung nach den modernsten Erkenntnissen der operativen Technik. Die Klinik arbeitet nach den Qualitätskriterien der Arbeitsgemeinschaft für ästhetische , plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie.  Seit jeher steht bei uns die Organerhaltung im Vordergrund. Über zwei Drittel aller Fälle können wir brusterhaltend operieren. Ob dies möglich ist, ist abhängig von der Größe und der Lage des Tumors sowie der Größe und Form Ihrer Brust.

Eine brusterhaltende Operation bietet dabei in Kombination mit einer anschließenden Bestrahlung der Brust die gleiche Sicherheit wie eine vollständige Entfernung der Brust.

Ist der Tumor zu groß, bieten wir die Alternative einer medikamentösen Verkleinerung vor Operation an. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte neoadjuvante Chemotherapie, welche Sie bei uns unter engmaschiger Kontrolle durchführen lassen können. Oft gelingt es nach solch einer Therapie, doch brusterhaltend zu operieren.

Ein Erhalt der Brust ist in aller Regel jedoch nicht möglich, wenn

  • verschiedene, von einander entfernte Bereich der Brust gleichzeitig betroffen sind  (multizentrisches Wachstum)
  • der Tumor im Verhältnis zur Brust zu groß ist (und eine primäre Chemotherapie  nicht möglich oder erwünscht ist)
  • eine anschließende Strahlentherapie nicht durchgeführt werden kann oder soll
  • Je nach Befund und nach Wunsch der Patientin führen wir Spezialeingriffe wie hautsparende Operationstechniken („Skin-Sparing-Mastektomie“) mit primärer Rekonstruktionsmöglichkeit durch.

Zudem bieten wir unseren Patientinnen eine große Palette von rekonstruktiven Verfahren mit eigenem Gewebe oder Prothesentechnik an. Spezielle Lappentechniken können im Rahmen von Rezidivoperationen notwendig werden.

Folgende Operationsverfahren stehen Ihnen zur Verfügung:

  • tumoradaptierte Brustverkleinerung („Reduktionsplastik“)
  • Ausschneiden der Tumore und Formung der Brust
  • Brustentfernung über gegebenfalls hautsparende Methode mit Sofortrekonstruktion
  • Wächterlymphknoten-Entfernung („Sentinel-node-biopsy“)
  • Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle
  • einzeitige und zweitzeitige Rekonstruktionsverfahren mit Eigengewebe und  Fremdgewebe (Prothesen)
  • Brustwarzenrekonstruktion
  • angleichende Operationen der nicht betroffenen Brust
  • verschiedene plastische Chirurgieverfahren einschließlich der Korrektur von angeborenen Fehlbildungen
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Wächterlymphknoten-Biopsie

Die Wächterlymphknoten-Biopsie (Sentinel-Lymphknoten-Biopsie) als minimal invasive Methode ermöglicht eine gezielte Darstellung der sogenannten Wächterlymphknoten. Hierbei handelt es sich um die ersten Lymphknoten im Lymphabstromgebiet der Brust. Sie sind in der Regel in der Achselhöhle zu finden. Eine Markierung erfolgt dabei nach dem heute üblichen Verfahren mit Hilfe einer schwach radioaktiven Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit wird dabei um die Brustwarze herum gespritzt und fließt über die gleichen Lymphbahnen ab, die auch den Tumor versorgen.

Eine Anreicherung in den ersten Lymphknoten (Wächterlymphknoten) kann aufgrund der leichten Radioaktivität bildlich dargestellt und während der Operation gemessen werden. Eine Untersuchung noch während der Operation kann uns dann sagen, ob diese Lymphknoten frei von Tumorzellen sind. Ist dies der Fall, oder sind nur wenige Tumorzellen vorhanden, wird auf die früher übliche Lymphknotenausräumung der Achselhöhle verzichtet. Mit diesem Verfahren kann eine unnötige operative Schädigung der Achselhöhle vermieden werden.

Chemotherapie und zielgerichtete Therapien („Targeted Therapy“)

Neben der operativen Therapie führen wir in unserer Abteilung auch medikamentöse Therapien zur Behandlung des Brustkrebs durch. Diese bieten wir ambulant an. Die Behandlung erfolgt nach den neuesten Leitlinien und ist auch im Rahmen von Studien möglich. Die Festlegung der Therapie erfolgt dabei in unserer wöchentlichen Tumorkonferenz. Über die genaue Therapie werden Sie von uns ausführlich und umfassend - meist im Rahmen des stationären Aufenthaltes - aufgeklärt. Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen. Die Möglichkeiten der Therapien reichen von modernen Chemotherapie-Schemata über Antikörpertherapien, Antiangiogenese-Hemmern bis zu modernen supportiven Maßnahmen.

Neoadjuvante Therapie

In bestimmten Fällen ist es sinnvoll, die Chemotherapie vor dem operativen Eingriff durchzuführen. Hierbei handelt es sich dann um eine neoadjuvante Chemotherapie. Eine neoadjuvante Chemotherapie kann dabei einen großen Tumor verkleinern, so dass im Anschluss doch eine Brusterhaltung möglich ist. Zudem gibt es Tumoreigenschaften, bei denen eine frühzeitige Chemotherapie, auch in Kombination mit speziellen Antikörpertherapien, zu empfehlen ist.

Vor einer neoadjuvanten Chemotherapie führen wir in aller Regel eine Wächterlymphknoten-Biopsie durch, um Ihnen auch im Rahmen dieser Therapie eine schonende Achselhöhlenoperation zu ermöglichen. Die Therapie selber führen wir unter engmaschigem Monitoring mittels Sonographie, Fotodokumentation, Mammographie und wenn erforderlich Kernspintomographie durch. Nach Abschluss planen wir mit Ihnen gemeinsam die nachfolgende Operation der Brust.

Adjuvante Therapie

Die sogenannte adjuvante Chemotherapie wird nach abgeschlossener operativer Behandlung durchgeführt. Die Therapiefestlegung erfolgt nach Erhalt aller Befunde im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenz. Das Ergebnis wird mit Ihnen ausführlich besprochen. In Einklang mit Ihnen erfolgt dann die weitere Therapieplanung und Terminplanung.

Die Chemotherapie selbst erfolgt ambulant. Sie haben bei uns die Möglichkeit der modernsten Therapieschemata, unter anderem die sogenannten zielgerichteten Therapien. Wenn erforderlich erhalten unsere Patientinnen zudem unterstützende Maßnahmen, zum Beipiel zur Förderung der Bildung von weißen und roten Blutkörperchen.

Bei Komplikationen unter der Therapie stehen wir Ihnen als Team jederzeit zur Verfügung und bei Notwendigkeit kann die Betreuung auch stationär erfolgen. Natürlich bieten wir auch eine palliative Therapie im Rahmen einer Rezidivsituation an. Hier werden die Vorteile der Behandlung besonders streng gegenüber etwaigen Nebenwirkungen abgewogen und mit Ihnen ausführlich besprochen.

Endokrine Therapie

Neben den anderen Therapieverfahren hat die antihormonelle Therapie einen sehr wichtigen Stellenwert. Bei hormonsensiblen Tumoren empfehlen wir eine antihormonelle Therapie meist nach einer Operation und einer eventuell erforderlichen Chemotherapie.

In bestimmten Fällen kann es aber auch sinnvoll sein, mit einer antihormonellen Therapie vorzubehandeln. Dies geschieht bei fortgeschrittenen Erkrankungen, wenn eine direkte Operation ungünstig und eine Chemotherapie nicht möglich ist.

Bei einer antihormonellen Therapie handelt es sich in aller Regel um eine Tablettentherapie, die über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren fortgeführt werden sollte. Die Betreuung der Therapie übernimmt dabei zumeist Ihr niedergelassener Frauenarzt.

Strahlentherapie

Neben der operativen und der medikamentösen Behandlung ist die Strahlentherapie ein bedeutender Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Um nach einer brusterhaltenden Operation eine ausreichende Sicherheit zu erreichen, ist es notwendig, im Anschluss eine Bestrahlung der Brust durchzuführen. 

In bestimmten Fällen kann eine Bestrahlung auch nach einer Komplettoperation der Brust erforderlich sein. Das Ausmaß der Bestrahlung wird dabei ebenfalls im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt und im Anschluss mit Ihnen ausführlich besprochen. Den ersten Kontakt zu unseren Kollegen der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Alfried Krupp Krankenhaus ermöglichen wir Ihnen, je nach Wunsch, noch während des stationären Aufenthaltes oder kurz im Anschluss daran.

Kontakt

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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Rüttenscheid
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