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Diagnose und Therapie

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen an der Gebärmutter und Gebärmutterhals. Mit dem zertifizierten Brustzentrum und dem zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentrum bietet das Ärzteteam der Klinik spezialisierte Behandlungen bei Brustkrebs sowie Kontinenz- und Senkungsbeschwerden.

Myome - gutartige Muskelknoten mit Wachstumstendenz

Myome sind gutartige Knoten der Gebärmuttermuskulatur. Sie können sehr klein sein aber auch bis auf eine Größe weit über 10 bis 15 cm im Durchmesser heranwachsen. Myome können in allen Bereichen der Gebärmutter auftreten. Die Lage, Größe und Anzahl haben entscheidenden Einfluss auf die Beschwerden und die Behandlungsmöglichkeiten. Myome treten sehr häufig auf, etwa jede dritte  Frau über 30 Jahre ist betroffen.

Myome müssen nicht in allen Fällen Symptome verursachen, können aber vielfältige Probleme verursachen, unter anderem: 

  • Verstärkte und verlängerte Regelblutungen
  • Schmerzhafte Regelblutungen
  • Ungewollte Kinderlosigkeit
  • Beschwerden durch Druck auf innere Organe wie Blase und Enddarm
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Kleine, nicht wachsende Myome, die keine Beschwerden verursachen, müssen bei vielen Frauen nicht behandelt werden. Bei auftretenden Symptomen ist eine Behandlung aber sinnvoll.

Therapieoptionen bei Myomen

Es gibt eine Vielzahl von Therapieoptionen, die nach der jeweiligen Situation individuell ausgewählt werden sollten:

Endometriumsablation

Stehen Störungen der Regelblutung im Vordergrund, können die Blutungen häufig bereits durch die Einnahme von Hormonen normalisiert werden. Hier werden häufig orale Kontrazeptiva („Pille") oder eine hormonhaltige Spirale eingesetzt. Besteht kein Kinderwunsch mehr, kann der blutende Anteil der Gebärmutter - die Gebärmutterschleimhaut - durch einen kleinen operativen Eingriff entfernt werden (Endometriumsablation).

Laparoskopie

Myome können aus der normalen Muskulatur der Gebärmutter herausgeschält werden. Diesen Eingriff nennt man Myomenukleation. Liegt das Myom in der Gebärmutterhöhle, wird es durch den Muttermund mit Hilfe einer Gebärmutterspiegelung entfernt. Liegen die Myome in der Gebärmutterwand oder außen auf der Gebärmutter, werden diese über in Regel mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) entfernt. Auch bei großen Myomen oder mehreren Myomen ist eine Gebärmutter erhaltende Operation möglich. Bleibt die Gebärmutter erhalten, besteht ein Risiko von zehn bis 30 Prozent, dass in der Zukunft erneut Myome behandelt werden müssen.

Hysterektomie

Ist der Erhalt der Gebärmutter nicht möglich oder gewünscht, wird in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) angeboten. Dabei gibt es die Möglichkeit die Gebärmutter entweder komplett zu entfernen oder nur den Gebärmutterkörper (supracervikale Hysterektomie). In den meisten Fällen kann heute auf den früher üblichen Bauchschnitt verzichtet werden und die Operation entweder über die Scheide oder eine Bauchspiegelung minimal invasiv durchgeführt werden.

Myomembolisation

Seit über 15 Jahren wird in bestimmten Situationen auch die Methode der sogenannte Myomembolisation durchgeführt. Dabei wird die Durchblutung der Gebärmutterarterie und damit der Myome verschlossen beziehungsweise  reduziert. Dadurch werden Myome kleiner. Allerdings muss mit einer erhöhten Rate des vorzeitigen Eintritts der Wechseljahre gerechnet werden. Ein nicht unerheblicher Anteil der so behandelten Frauen wird dennoch operiert. Bei Kinderwunsch sollte diese Behandlung nicht eingesetzt werden. Gleiches gilt für den fokussierten Ultraschall.

Operationen bei Kinderwunsch

Die Behandlung von Myomen bei Frauen mit Kinderwunsch muss in jedem Einzelfall individuell entschieden werden. So können dann Myome in der Gebärmutterhöhle, eine geplante künstliche Befruchtung, Nicht-Eintreten einer Schwangerschaft Gründe für eine Operation sein.

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Eierstock- und Eileiter-Erkrankungen

Die häufigsten Operationen an den Eierstöcken und Eileitern erfolgen aufgrund von Zysten, die meist harmlos sind, jedoch zu starken Schmerzen führen können. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Ruptur oder Stieldrehung kommen.

Seltener sind gutartige Tumoren an den Eierstöcken, in aller Regel Teratome. Eine weitere Erkrankung an den Eierstöcken kann, neben einer Entzündung bzw. einem Abszess, der operativ behandelt werden sollte, eine Extrauteringravidität sein.

Extrauteringravidität - Eileiterschwangerschaft

Diese tritt zumeist als sogenannte Eileiterschwangerschaft auf und kann, je nach Situation, konservativ (medikamentös) oder operativ behandelt werden. Bei einer Operation versuchen wir dabei, wenn möglich Eileiter erhaltend vorzugehen (Salpingomtomie). Bei Komplikationen kann aber auch eine Entfernung des Eileiters notwendig sein (Salpinektomie). Unser Ziel ist dabei, möglichst alle Eingriffe per Bauchspiegelung (minimal invasiv) durchzuführen. Vorteil sind die geringeren Narben und die schnellere Erholungszeit.

Therapien, operative bzw. laparoskopischer Eingriffe

  • laparoskopische Zystenentfernung, Entfernung gutartiger Tumore
  • laparoskopische Entfernung der Eierstöcke oder Eileiter (einseitig oder beidseitig)
  • laparoskopische Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter bei  Kinderwunschpatientinnen, gegebenenfalls mit Lösen von Verwachsungen
  • laparoskopische Operation bei Eileiterschwangerschaft
  • medikamentöse Therapie einer Eileiterschwangerschaft (zum Erhalt des  betroffenen Eileiters)
  • Operation an den Eileitern zur Behandlung von Kinderlosigkeit
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Endometriose

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen ist auf die Behandlung von Endometriose spezialisiert.

Was ist Endometriose?

Unter Endometriose versteht man eine Erkrankung, bei der Gewebe ähnlich dem Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle auftritt. Endometriose kann an verschiedenen Stellen des Körpers vorkommen. Am häufigsten ist aber der Bereich des Beckens betroffen. Typische Veränderungen sind kleine Herde im Bauchfell, mit altem Blut gefüllte Zysten am Eierstock (Schokoladenzysten, Endometriome), Einwachsen von Schleimhaut in die Muskelwand der Gebärmutterwand (Adenomyosis uteri).

Symptome und Diagnose

Die durch Endometriose hervorgerufenen Beschwerden können sehr vielfältig sein. Typisch sind Schmerzen bei der Periodenblutung, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ungewollte Kinderlosigkeit. Aber auch andere Beschwerden - insbesondere Schmerzen -, die in Zusammenhang mit dem monatlichen Zyklus stehen, können auf eine Endometriose hinweisen.

Bei vielen betroffenen Frauen dauert es viele Jahre bis die Diagnose gestellt wird. Die Tastuntersuchung und der Ultraschall beim Frauenarzt können in manchen Fällen Hinweise auf das Vorliegen einer Endometriose geben. Meist kann die Diagnose aber erst durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) gestellt werden. Weitere Untersuchungen wie Magnetresonanztomographie, Computertomographie, Darmspiegelung sind nur in wenigen Fällen beim Auftreten spezieller Probleme sinnvoll und notwendig.

Behandlung von Endometriose

Die Ursachen, die zur Entstehung der Endometriose führen, sind nicht bekannt. Daher gibt es auch keine ursächliche Behandlung. Die Endometriose entwickelt sich in Abhängigkeit von den weiblichen Sexualhormonen (Östrogenen). Daher kann durch Eingreifen in den Hormonhaushalt eine Besserung der Beschwerden erreicht werden. Dabei gibt es verschiedene Ansatzpunkte: durch bestimmte Medikamente kann die Menge weiblicher Sexualhormone stark gesenkt werden (vorübergehende, künstliche Wechseljahre; andererseits bessert auch die geregelte, gleichmäßige Zufuhr von Gelbkörperhormonen (Gestagene) oder auch der Kombination von Gestagenen gemeinsam mit Östrogenen die durch eine Endometriose hervorgerufenen Beschwerden.

Eine zweite Option bei der Behandlung einer Endometriose ist die operative Entfernung des Endometriosegewebes in der Regel durch eine Bauchspiegelung. Dadurch werden sowohl die Beschwerden deutlich gebessert als auch in vielen Fällen die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer Schwangerschaft erhöht. Auch können wiederholte Operationen in vielen Fällen im Sinne einer Schmerzbesserung erfolgreiche therapeutische Ansätze sein.

Hier finden Sie weitere Informationen über Endometriose (PDF)

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Erkrankungen der Scheide und Schamlippen

Therapiemethoden verschiedener Erkrankungen:

  • bei Veränderungen Entnahme von Punchbiopsien in Lokalanästhesie oder Vollnarkose
  • Entfernung von Feigwarzen mittels Laser
  • Behandlung von Krebsvorstufen mittels Laser
  • Korrektur von Narbenspangen, zum Beispiel nach Geburtsverletzungen
  • Labienkorrektur bei übergroßen Schamlippen
  • Vordere und Hintere Scheidenstraffung bei Senkungsproblemen
  • Scheidengfixation nach Armreich-Richter
  • Schlingenoperationen bei Stressinkontinenz
  • Kolposuspension nach Burch (über Bauchschnitt)
  • Sakropexie (über Laparoskopie oder Bauchschnitt)
  • Netzeinlagen (vordere/ hintere und komplette Netze)

Behandlung bei Blutungsstörungen

Die normale Regelblutung wiederholt sich alle 28 Tage (Zykluslänge) mit einer durchschnittlichen Dauer von vier bis sieben Tagen. Die Zykluslänge kann individuell variieren, dabei gelten 24 bis 35 Tage noch als normal. Ein häufiges Problem sind zu starke und/oder zu lange Blutungen. Als Anhaltspunkt für die Stärke der Blutungen kann der Bedarf an Hygieneartikeln dienen.

In vielen Fällen sind Störungen des Hormonhaushalts beziehungsweise der Eierstocksfunktion die Ursache. Ihr Frauenarzt kann dann durch eine gezielte Hormontherapie eine Verbesserung erreichen.

Ebenso häufig können aber auch Veränderungen der Gebärmutter wie Myome oder Adenomyosis ursächlich für Abweichungen von der normalen Regelblutung sein. Diese können in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen entsprechend behandelt werden. Dabei orientiert sich die Therapieentscheidung nach der persönlichen Lebenssituation.

Besteht kein Kinderwunsch mehr, können verstärkte Blutungen auch durch Entfernung der Gebärmutterschleimhaut behandelt werden (Endometriumsablation). Nachdem durch eine Gebärmutterspiegelung krankhafte Veränderungen ausgeschlossen wurden, wird die Gebärmutterschleimhaut einschließlich der zur Regeneration benötigten Gewebeschicht unter Sicht entfernt, somit bleiben die Regelblutungen aus oder sind deutlich abgeschwächt.

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Operationen bei Kinderwunsch

Die Rate ungewollt kinderloser Paare liegt bei etwa 10 %. Ursachen hierfür können bei der Frau, beim Mann oder bei beiden zugleich liegen.

Bei der Frau ist eine Hauptursache für die Zunahme der ungewollten Kinderlosigkeit, dass viele Frauen - verglichen mit früheren Zeiten - mit der Familienplanung erst in einem höheren Lebensalter beginnen.

Die Fruchtbarkeit der Frau ist vom Alter abhängig und beginnt bereits mit Mitte 30 abzunehmen. Neben diesem als natürlichen zu betrachtenden Einfluss gibt es eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken können.

Dazu gehören:

  • hormonelle Störungen
  • Veränderungen der Eileiter zum Beispiel auf Grund vorangegangener Entzündungen
  • Myome in der Gebärmutter
  • Endometriose
  • Angeborene Trennwände (Septen) oder Verwachsungen in der Gebärmutter

Zur Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit gibt es eine Bandbreite an therapeutischen Möglichkeiten. Welche dieser Therapien für ein betroffenes Paar die richtige ist, richtet sich nach den vorliegende Ursachen für die Kinderlosigkeit.

Diese Ursachen werden bei jedem Paar in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Alfried Krupp Krankenhaus durch eine Vielzahl von Untersuchungen abgeklärt.
Auf Grundlage deren Ergebnisse wird häufig zu einer Hormonbehandlung, Insemination (Einbringen des aufbereiteten Samens in die Gebärmutter) oder zu Verfahren der künstlichen Befruchtung geraten.

In vielen Fällen ist in der Abklärung und Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit aber auch ein operativer Eingriff sinnvoll.

Die Funktion der Eileiter kann durch eine Bauchspiegelung überprüft werden. Der Vorteil dieser Methode gegenüber der Durchgängigkeitsprüfung mittels einer Ultraschalluntersuchung liegt darin, dass auch das Aussehen und die Beweglichkeit der Eileiter beurteilt werden können. Es besteht zudem die Möglichkeit in der gleichen Operation - durch Eingriffe an den Eileitern - deren Funktion zu verbessern. In bestimmten Fällen kann auch bei verschlossenen Eileitern eine Operation sinnvoll sein.

Bei ungewollter Kinderlosigkeit wird bei den betroffenen Frauen in über 30 % der Fälle eine Endometriose festgestellt. Durch die Entfernung der Endometrioseherde lässt sich sowohl eine verbesserte Fruchtbarkeit erreichen als auch vorhandene Beschwerden verbessern.

Veränderungen der Gebärmutter wie Myome oder Septen werden meist bereits durch eine Ultraschalluntersuchung beim Frauenarzt festgestellt. Je nach individueller Situation kann es sinnvoll sein, Myome oder Septen zu entfernen, um so die Fruchtbarkeit zu verbessern.

Bei hormonellen Störungen wird in der Regel durch Stimulationsbehandlung (Reifung von Eibläschen und Auslösung des Eisprunges durch Medikamente) versucht, eine Schwangerschaft zu erreichen. Allerdings können bei einer bestimmten Störung der Eierstocksfunktion, dem PCO oder polycystischen Ovar Syndrom, durch eine Behandlung der Oberfläche der Eierstöcke während einer Bauchspiegelung (ovarian drilling) die Anzahl der Eisprünge verbessert werden. Mit dem Vorteil häufig auf eine Stimulationsbehandlung verzichten zu können.

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Kontakt

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Rüttenscheid
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