Der Medizintipp: Hörverbesserungen

Wie funktioniert eigentlich Hören? Welche Ursachen hat Schwerhörigkeit und wie kann sie behandelt werden? Dr. med. Winfried Hohenhorst, Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie kennt die typischen Krankheitsbilder bei Kindern und Erwachsenen und weiß, in welchen Fällen eine Operation das Hören verbessern kann.

Wie funktioniert eigentlich Hören?

Töne, Geräusche, Sprache oder Lärm – all das sind Luftschwingungen, die wir als Schall bezeichnen. Das „Hören“ beginnt am Außenohr, das sich aus der Ohrmuschel, dem Ohrläppchen und dem äußeren Gehörgang zusammensetzt. Dieses leitet die Schallwellen weiter zum Mittelohr, das durch das Trommelfell vom Außenohr getrennt ist. Diese Membran gerät in Schwingung und überträgt diese auf die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel. Die feinen Knochen verstärken die Schwingung und senden sie an das Innenohr, in dem sich die Hörschnecke (Cochlea) befindet. Erst dort werden daraus elektrische Reize, die vom Gehirn als Information verarbeitet werden können.

Welche Ursachen hat Schwerhörigkeit?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Ursachen der Hörstörung: eine beeinträchtigte Schallweiterleitung oder eine verminderte Schallempfindung.

Liegt das Problem in der Schallweiterleitung, so kann unter Umständen eine operative Therapie helfen:

  • Bei Kindern kann sich durch fehlende Belüftung Sekret im Mittelohr bilden, welches die Schallweiterleitung verschlechtert. „Es ist von besonderer Bedeutung die Schwerhörigkeit der Kinder im Auge zu behalten, weil gerade bei Kleinkindern die Sprachentwicklung und damit überhaupt die intellektuelle Entwicklung eng verbunden sind mit dem Gehör“, weiß Dr. med. Winfried Hohenhorst. Durch einen Trommelfellschnitt kann das Sekret abgesaugt werden. Ein Paukenröhrchen kann die Belüftung des Mittelohres zusätzlich verbessern. Sind vergrößerte Rachenmandeln (Polypen) der Grund für die schlechte Belüftung des Mittelohres, kann eine Entfernung der Rachenmandeln erforderlich sein.
  • Eine weitere Ursache für Schallweiterleitungsstörungen, auch bei Erwachsenen, sind Entzündungen des Mittelohres. Hier kann eine Operation (Tympanoplastik) helfen, Entzündungsherde auszuräumen und Trommelfellverletzungen zu reparieren. Sind die Gehörknochen betroffen, können diese zum Beispiel aus körpereigenem Knorpel rekonstruiert werden.

Der Schallempfindungsstörung liegen in der Regel Erkrankungen des Innenohrs oder andere Krankheitsbilder zugrunde. Auch die altersbedingte Schwerhörigkeit zählt zu den Schallempfindungsstörungen. Diese Hörprobleme können nicht operativ verbessert werden. Der niedergelassene Facharzt für HNO-Heilkunde kann betroffenen Patienten aber mit einem Hörgerät oder Implantat helfen.

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