Neuer Wirbelsäulenspezialist mit internationaler Erfahrung

Anders Knutsen
Abteilungsarzt
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Das Thema Rückenschmerzen, und was man dagegen unternehmen kann, sorgte Ende Januar für einen ordentlich gefüllten Berthold Beitz Saal im Alfried Krupp Krankenhaus. Mit Spannung erwartet wurde hierzu Anders Knutsen. Der neue Wirbelsäulenchirurg und Abteilungsarzt an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie informierte zusammen mit Chefarzt Prof. Dr. med. Sven Lendemans über moderne Behandlungsoptionen.

Für den gebürtigen Norweger Knutsen, der erst seit Anfang 2020 in Essen ist, war diese Veranstaltung sozusagen die Premierenvorstellung an seinem neuen Arbeitsplatz. Der Mediziner aus Oslo hatte schon während des Medizinstudiums in Göttingen Erfahrungen mit der deutschen Medizin gemacht, ging dann in Australien beim „Royal Flying Doctor Service“ in die Luft und kehrte schließlich nach Deutschland zurück. Kliniken in Bad Pyrmont, Bad Wildungen, Düsseldorf und Mechernich waren seine Stationen vor dem Engagement im Alfried Krupp Krankenhaus.

Knutsen referierte zunächst über die Geschichte der Wirbelsäulenchirurgie, erläuterte die unterschiedlichen Krankheitsformen sowie den technischen Fortschritt bis hin zum aktuellen Stand und stellte den Zusammenhang her zwischen Krankheitsbild und Behandlungsmethode. Dass er, obwohl Operateur, nicht ausschließlich die Segnungen des chirurgischen Eingriffes pries, verschaffte ihm eine hohe Glaubwürdigkeit. „Man muss ein Ziel vor Augen haben, wenn man das Messer ansetzt. Wir operieren nicht ins Blaue hinein“, gab der Norweger zu bedenken und verwies in diesem Zusammenhang auf eine grundsätzliche Frage: „Macht ein Eingriff überhaupt Sinn?“

Einfache Antworten auf die meisten orthopädischen Fragen gibt es, aber sie sind selten, weil so viele Faktoren zu bedenken sind. „Welche Therapie ist empfehlenswert, wenn der Rücken nach einer gut gelungenen Operation eines verengten Rückenmarkskanals 20 Jahre später erneut heftige Schmerzen verursacht und der Betroffene nicht bis an sein Lebensende hochdosierte Schmerzmittel nehmen will?“. Anders Knutsen nahm in seiner Antwort den ganzen Menschen in den Blick. „Ob man erneut operiert, hängt davon ab, welche Vorerkrankungen der Patient mitbringt. Die entscheidende Frage ist: Wie reagiert der Patient auf eine vier- oder fünfstündige Operation.“ Bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes, so Knutsen, sei jedoch „nicht das chronologische Alter des Patienten entscheidend, sondern das biologische“.

Dass man ohne MRT- oder CT-Aufnahmen wenig Konkretes sagen kann zu den sehr individuellen Problemen der Patienten, liegt auf der Hand, deshalb kam auf Nachfrage auch schon einmal der Verweis auf die Orthopädie-Sprechstunde. Eine allgemein gültige Antwort fiel Knutsen jedoch überhaupt nicht schwer. „Wie ist heute die Technik bei Eingriffen an der Bandscheibe. Wird von hinten oder von vorne operiert?“, wollte ein Besucher wissen. „Operationen sind grundsätzlich von allen Seiten möglich, aber bei zerrissenen Bandscheiben muss man von vorne dran“, sagte der Wirbelsäulen-Spezialist.

Kontakt: Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

 

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