Zertifiziertes Traumazentrum am Alfried Krupp Krankenhaus

Donnerstagmorgen, Autobahn 52: Ein Unfall im Berufsverkehr mit mehreren Verletzten. Binnen weniger Minuten sind die Rettungskräfte am Einsatzort, denn jede Sekunde zählt. Doch welcher Patient kommt wohin? Welche Klinik im Umkreis bietet die nötigen Voraussetzungen, um die unterschiedlichen Verletzungen sofort richtig zu behandeln?

Damit in einem solchen Szenario jeder Patient sofort in die richtige Klinik kommt, wurde im Jahr 2011 das Traumanetzwerk Ruhrgebiet gegründet. Es koordiniert die Zusammenarbeit von über 40 Zentren der Region sowie der Rettungsdienste und garantiert bei Großschadensereignissen eine schnelle und reibungslose Verteilung der Patienten auf die umliegenden Zentren vom Niederrhein bis ins Sauerland. Auch Weiterverlegungen bei Kapazitätsengpässen werden so gesteuert.

Das Alfried Krupp Krankenhaus ist seit 2014 mit dem lokalen Traumazentrum in Essen-Steele und seit 2015 mit dem regionalen Traumazentrum in Essen-Rüttenscheid Partner im Netzwerk. Um stets die bestmögliche Versorgung von schwer- und schwerstverletzten Patienten zu gewährleisten, werden die Traumazentren regelmäßig durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) geprüft. Im Frühjahr 2018 erhielt sowohl das regionale Traumazentrum in Rüttenscheid unter der Koordination von Dr. med. Björn Hußmann als auch das lokale Traumazentrum in Steele unter Koordination von Priv. Doz. Dr. med. Carsten Schöneberg zum zweiten Mal die DGU-Zertifizierung.

Mit Ausstattungsmerkmalen wie Hubschrauberlandeplatz, Schockraum, Computertomographie, Not-OP, Intensivstation, Blutbank und garantierter 24-Stunden-Verfügbarkeit der unfallchirurgischen Fachabteilungen und Schockraumteams bietet das Alfried Krupp Krankenhaus hervorragende Behandlungsmöglichkeiten für Schwer- und Schwerstverletzte.

Prof. Dr. med. Sven Lendemans, Ärztlicher Leiter der Traumazentren am Alfried Krupp Krankenhaus, freut sich über die erneute Zertifizierung: „Im Traumanetzwerk können wir jedem verunfallten Patienten die individuell beste Versorgung bieten. Die Rettungsdienste wissen sofort, welche Klinik sie ansteuern müssen. Gemeinsam sorgen wir so nicht nur für eine schnelle sondern auch für eine qualifizierte Behandlung von Schwerverletzten im Ruhrgebiet.“

Und das mit Erfolg. Seit der Gründung des Traumanetzwerkes Ruhrgebiet konnte die Sterblichkeit bei Unfallopfern in der Region deutlich gesenkt werden.

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