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Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Die gynäkologische Onkologie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Alfried Krupp Krankenhaus ist spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen mit Schwerpunkten in den Bereichen Eileiter- und Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Tumoren in der Gebärmutterhöhle sowie Brustkrebs inklusive zertifiziertem Burstzentrum.

Informationen zu Gebärmutterveränderungen (PDF)

Behandlung bei Brustkrebs

Zur spezialisierten Behandlung von gut- und bösartigen Tumoren in der Brust wurde am Alfried Krupp Krankenhaus bereits 2004 ein interdisziplinäres Brustzentrum gegründet und nach den fachlichen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Im Jahr 2015 ist das Brustzentrum nach DIN EN ISO 9001:2008  zertifiziert worden.

Das oberste Behandlungsziel ist es, die betroffenen Frauen sowohl fachlich als auch menschlich bestmöglich zu betreuen und körperlich wie seelisch bei diesem schwierigen Prozess zu begleiten. Vom ersten Verdacht über die Diagnose und Therapie bis hin zur Nachsorge.

Bereits vor und während der Behandlung prüft ein interdisziplinäres Expertenteam aus Fachärzten der Gynäkologie sowie Fachärzten für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie gemeinsam mit der Patientin die Möglichkeit, die Brust zu erhalten oder die bestmöglichen Voraussetzungen für eine spätere Rekonstruktion der Brust zu schaffen.

Operationsmethoden bei Brustkrebs – Information für Patientinnen (PDF)

Eierstock- und Eileiterkrebs

Ovarial- und Tubenkarzinome sind schwierig zu entdecken und können oft weit voranschreiten, bevor sie zu Beschwerden führen. Oftmals kann erst der Pathologe unter dem Mikroskop die Bösartigkeit feststellen. Der Eierstockkrebs ist dabei die dritthäufigste bösartige Erkrankung der Frau, hingegen ist ein Krebs der Eileiter sehr selten.

Diagnosemöglichkeiten im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen

Die Behandlung dieser beiden Krebserkrankungen unterscheidet sich nicht. Fast immer ist eine umfangreiche Operation notwendig. Vor der Operation sind verschiedene Untersuchungen möglich, die Aufschluss über die mögliche Ausdehnung des Krebses geben können.

Folgende Untersuchungen können wir in der Klinik für Frauenheilkunde im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen anbieten:

  • gynäkologische Untersuchung
  • Vaginalultraschall und Bauchultraschall, gegebenenfalls mit Ultraschall-gesteuerter Punktion
  • Dopplersonographie zur Durchblutungsmessung
  • Laboruntersuchungen wie Tumormarker (CA 125, CA 15-3, CEA, gegebenenfalls weitere)
  • Computertomographie, Kernspintomographie
  • gegebenenfalls Darmspiegelung, Magenspiegelung oder Blasenspiegelung
  • Mammographie
  • Mammasonographie
  • Röntgenuntersuchung der Lunge
  • gegebenenfalls chirurgische Vorstellung
  • gegebenenfalls Bauchspiegelung (v.a. bei unklaren Befunden)

Therapiemöglichkeiten bei Krebserkrankungen an Eierstock und Eileiter

Die operative Behandlung des Eierstockkrebses erfordert operatives Expertenwissen und ein eingespieltes Team aus Operateuren, Anästhesisten und Intensivmedizinern.

Unter günstigen Voraussetzungen lässt sich ein Eierstockkrebs vollständig entfernen, in aller Regel sollten jedoch beide Eierstöcke, Gebärmutter, das große Bauchnetz, gegebenenfalls Blinddarm, Lymphknoten entlang der großen Gefäße im Becken (pelvin) sowie entlang der Bauchschlagader (paraaortal) und alle weiteren sichtbaren Tumorabsiedelungen entfernt werden.

Für eine Operation am Darm, im Falle eines fortgeschrittenen Eierstockkrebses, arbeiten wir dabei Hand in Hand mit versierten Chirurgen bei uns im Hause. Auch die kompetenten Urologen aus dem Alfried Krupp Krankenhaus in Steele können - wenn erforderlich - hinzugezogen werden.

Bei bestehendem Kinderwunsch ist eine nur einseitig Entfernung des Eierstocks im frühen Stadium in bestimmten Fällen möglich, aber evtl. mit einem erhöhten Rezidivrisiko verbunden. Nach der Operation ist häufig eine weitere medikamentöse Therapie (Chemotherapien) erforderlich. Diese können unsere Patientinnen bei uns ambulant durchführen lassen.

Alle notwendigen Therapien werden in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz zusammen mit Gynäkologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen festgelegt. Nach dieser Konferenz wird die empfohlene Therapie mit ihnen besprochen und ein gemeinsamer Behandlungsweg gefunden.

Bei Verdacht auf ein Rezidiv kann dieses ebenfalls durch Bildgebung (Ultraschall, Computertomographie oder Kernspintomographie) und Laboruntersuchungen gesichert werden. Meistens ist eine operative Therapie nicht mehr möglich oder nicht sinnvoll, so dass zumeist eine gezielt ausgewählte Chemotherapie zur Anwendung kommt.

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Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs (= Zervixkarzinom) führt im Anfangsstadium zu keinen Beschwerden und wird in den meisten Fällen durch auffällige Vorsorgeabstriche entdeckt (PAP), die durch gezielte Entnahmen von Gewebeproben weiter abgeklärt werden.

Eine der Hauptursachen ist eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV des Typs 16, 18, 31 oder 45). Erst wenn der Tumor relativ groß ist, können eine Kontaktblutung nach Geschlechtsverkehr, vaginale Blutung, Gewichtsabnahme, Juckreiz, übel riechender Ausfluss oder auch Rücken- und Unterleibsschmerzen auftreten.

Das mittlere Alter bei dieser Erkrankung liegt bei etwa 52 Jahren, wobei zunehmend jüngere Frauen betroffen sind. Entscheidend ist auch hier die Früherkennung und Behandlung von Vorstufen (zervikale intraepitheliale Neoplasie = CIN I bis III).

Die wichtige Vorsorgeuntersuchung erfolgt bei Ihrem Frauenarzt. Wurde eine Veränderung fest gestellt, können ggf. gezielt Biopsien gemacht oder aber auch eine Krebsvorstufe über eine (Zervix-)Konisation entfernt werden.

Ist die Diagnose eines invasiven (echten) Karzinoms gesichert, bestimmen wir die Ausdehnung der Erkrankung durch folgende Diagnoseverfahren:

  • Vaginalsonographie
  • Narkoseuntersuchung
  • gegebenenfalls eine Ausschabung von Gebärmutterhals und -körper
  • Laboruntersuchung mit Tumormarkern (SCC beim Plattenepithel-, CA-125 und CEA beim Adenokarzinom)
  • Nierenultraschall
  • Blasenspiegelung und Enddarmspiegelung (Zystoskopie und Rektoskopie)
  • gegebenenfalls Kernspintomographie des Beckens
  • Leberultraschall sowie Röntgenaufnahme der Lunge, gegebenenfalls auch Computertomographie der Lunge
  • gegebenenfalls operatives Staging

Behandlungsmöglichkeiten bei Gebärmutterhalskrebs

Unser Ziel ist es mit einer Operation möglichst alle Tumorzellen vollständig, das heißt im Gesunden zu entfernen. Dies ist jedoch durch eine operative Therapie nur bis zu einem bestimmten Stadium der Erkrankung (Stadium IIb) möglich. Wir führen hierzu eine Nerven schonende radikale Gebärmutterentfernung durch.

Bei jüngere Frauen und einem Plattenepithelkarzinom ist auf Wunsch ein Erhalt der Eierstöcke möglich. Bei einem Adenokarzinom und bei Befall des Gebärmutterkörpers sollten meist auch die Eierstöcke entfernt werden. Ist der Tumor weiter fortgeschritten sollte direkt eine kombinierte Chemo- und Strahlentherapie durchgeführt werden. Eine Radio-Chemotherapie wird auch nach einer Operation bei entsprechenden Risikofaktoren empfohlen.

Die individuellen Therapieempfehlungen werden im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenz, an der neben Gynäkologen, auch Strahlentherapeuten, Onkologen, Pathologen und Radiologen teilnehmen, ausgesprochen. Unsere Patientinnen stellen wir noch während des stationären Aufenthaltes in unserer Strahlenklinik zur Besprechung und Planung der weiteren Therapie vor. Ebenso bieten wir im Rahmen des Aufenthaltes ein umfassendes Angebot von psychoonkologischer Betreuung, krankengymnastischer Therapie, Kunsttherapie und Seelsorge an. Noch während des Aufenthaltes werden die Weichen für eine zukünftige Rehabilitationsmaßnahme durch unseren Sozialdienst gestellt.

Weitere Informationen zu Auffälliger Vorsorgeabstrich - Humane Papillomaviren (PDF)

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Gebärmutterhöhlenkrebs

Bösartige Erkrankungen des Gebärmutterkörpers gehen meist von der Schleimhaut (= Endometrium) aus. Man nennt diese Veränderungen dann Karzinom. Meist fallen diese Karzinome durch abnorme Blutungen vor allem nach den Wechseljahren (Postmenopause) auf. Allerdings führen auch eine Reihe gutartiger Erkrankungen zu abnormalen Blutungen, die nicht immer operiert werden müssen.

Auch hier muss zunächst die Ausdehnung der Erkrankung durch verschiedene Untersuchungstechniken bestimmt werden:

  • Gynäkologische Untersuchung
  • Vaginalultraschall, Bauchultraschall
  • Dopplersonographie
  • Ausschabung (fraktionierte Abrasio)
  • Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Behandlung von Gebärmutterhöhlenkrebs

Ist der Verdacht einer Bösartigkeit allerdings bestätigt, zum Beispiel durch die feingewebliche Untersuchung des Ausschabungsmaterials, sollte je nach Ausdehnung der Erkrankung die Gebärmutter entfernt werden, gegebenenfalls mit benachbartem Gewebe und Lymphknoten entlang der großen Gefäße. In der Regel kann dies auch mit einer Bauchspiegelung minimal invasiv durchgeführt werden.

Weitere Möglichkeiten der Behandlung sind: Strahlentherapie, Chemotherapie und Hormontherapie. In bestimmten Fällen empfehlen wir neben der Operation noch eine anschließende Bestrahlung zur Verhinderung eines Rezidivs. Hier wird zwischen einer inneren Bestrahlung von der Scheide aus und einer äußeren Bestrahlung unterschieden.

Die Empfehlung über die weitere Therapie wird durch unsere interdisziplinäre Tumorkonferenz ausgesprochen. Im Anschluss besprechen wir das Ergebnis mit unseren Patientinnen.

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Sonstige gynäkologische Tumoren

Vor allem Vulva- oder Vaginalkarzinome treten oft im hohen Alter auf und machen sich durch Blutungen und/oder Juckreiz bemerkbar.

Wird der Verdacht durch eine Gewebeprobe bestätigt, sollte eine Operation und/oder Strahlentherapie erfolgen. Dies hängt von der Ausdehnung und vom Befinden der Patientin ab.

Weitere Informationen zu Auffälliger Vorsorgeabstrich - Humane Papillomaviren (PDF)

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Ambulante Chemotherapie

Ambulante Chemotherapien werden in unserer gynäkologischen Abteilung regelhaft durchgeführt. Alle durchzuführenden Chemotherapien werden zunächst in einer Tumorkonferenz mit Ärzten aus vielen verschiedenen Fachbereichen (Gynäkologen, Onkologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, etc.) festgelegt und im Anschluss mit der Patientin besprochen.

Gemeinsam wird dann der optimale Behandlungsweg festgelegt.

Die ambulante Durchführung bedeutet, dass die Patientinnen in aller Regel am Tag der Chemotherapien nach Hause gehen können. Falls notwendig, kann auch immer eine stationäre Behandlung durchgeführt werden.

Die medikamentöse Behandlung (Immuntherapie, Chemotherapie, u. ä.) wird in unserer angeschlossenen Tagesklinik durchgeführt. So gewährleisten wir die kontinuierliche Betreuung durch unser spezialisiertes Pflege- und Ärzteteam.

Während der Behandlung begleitet Sie während aller notwendigen, regelmäßigen Untersuchungen und Arztgesprächen das gleiche Mitarbeiterteam, das Sie bereits bei der Diagnosefindung, der Beratung über notwendige Maßnahmen und ggf. bei der Operation betreut hat. Diese enge Begleitung sorgt für einen hohen Grad an medizinischer Sicherheit und bildet somit die Grundlage für eine erfolgreiche therapeutische Allianz und Behandlung.

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Kontakt

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

Kreißsaal:
Telefon 0201 434-2605

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Telefon 0201 434-2548
Telefax 0201 434-2382

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