Der Medizintipp: Tumoren im Bauchraum

Dr. med. Olaf Nephuth
Leitender Oberarzt
Zentrumskoordinator
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Was „Viszeralonkologisches Zentrum" bedeutet, ist vielleicht nicht jedem sofort klar. Hinter dem Begriff steckt eine wichtige Zertifizierung in der Krebstherapie, ein Qualitätssiegel für die Behandlung bei Tumorerkrankungen wie Darmkrebs, Pankreaskrebs oder Speiseröhrenkrebs. Um den Patienten diese Qualität zu bieten, arbeiten am Alfried Krupp Krankenhaus Experten verschiedener Fachrichtungen eng zusammen, wie Dr. med. Olaf Nephuth, Koordinator des Viszeralonkologischen Zentrums, erklärt.

„Viszeral komm aus dem Griechischen und bedeutet Eingeweide. Es geht um Organe, die sich im Bauchraum befinden - zum Beispiel der Magen, der Darm, die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und der Enddarm." Wird die Krebserkrankung eines Bauchorganes erkannt - etwa im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung, erfolgt die Behandlung in einem darauf spezialisierten Zentrum. Die Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft garantiert hier die fachübergreifende Kompetenz bei Diagnose und Therapie.

„Die Therapieentscheidung geht im Viszeralonkologischen Zentrum immer von einem Team aus", erklärt Dr. med. Olaf Nephuth. „Dafür gibt es eine spezielle Konferenz." In dieser Tumorkonferenz besprechen unter anderem Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlentherapeuten das richtige Vorgehen, damit der Tumor erfolgreich bekämpft und ein Wiederauftreten verhindert werden kann.

Diese interdisziplinäre Expertise ist wichtig für den Patienten, denn es ist nicht allein das richtige Erkennen der Erkrankung, des jeweiligen Stadiums und Verlaufs. Je nach Tumorart und Lokalisation können zum Beispiel Bestrahlungen oder Chemotherapien vor und nach der Operation einen entscheidenden Vorteil bringen. Anschließend sind die besten Chirurgen gefragt, um den Tumor und ggf. betroffenes Lymphgewebe zu entfernen. Nach Möglichkeit geschiet dies nicht nur minimal invasiv, sondern auch organerhaltend - denn die Lebensqualität des Patienten steht im Ergebnis an erster Stelle.

Das schließt auch psychischen Belastungen mit ein, denen Patienten bei der Diagnose Krebs ausgesetzt sein können. Das Einbeziehen des Patienten in seine Behandlung und eine professionelle psychoonkologische Betreuung gehören im Viszeralonkologischen Zentrum deshalb selbstverständlich zur Therapie, um die Patienten in dieser schweren Situation zu unterstützen.

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